iScooter iX7 im Test: Der Offroad-E-Scooter mit Vollfederung für unter 700 Euro
Was die Vollfederung, der 720-Wh-Akku und der Heckmotor im Praxistest leisten
34 Grad, Hitzewelle, eine Weinberg-Rampe mit 12,6 Prozent über mir und 100 Kilo Fahrer auf dem Trittbrett. Genau die Situation, in der billige Offroad-Scooter anfangen zu drosseln, abzuriegeln, sich quälend langsam den Berg hochzuziehen und dann einfach stehen zu bleiben. Der iScooter iX7 hat einfach 20 km/h gehalten. Durchgehend. Kein Loch, kein Throttling, kein Geschwindigkeitsabfall am Ende der Rampe. Für unter 700 Euro hatte ich das so nicht erwartet. Was der iX7 sonst noch kann, wo er patzt und warum mein Bremsweg-Wert selbst mich überrascht hat, liest du hier.

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Wie ich arbeite
Ich fahre und teste E-Scooter und E-Bikes seit 2018, mit eigener Messmethodik: Wattmeter für die Reichweite, feste Standard-Steigung, Beschleunigungs- und Bremsweg-Messung aus 20 km/h. eBike-Crew.de habe ich 2025 gestartet, um diese Tests und meine Vergleichsdaten öffentlich zu bündeln. Hier findest du sowohl meine eigenen, selbst gefahrenen Tests mit Messdaten als auch den Finder zum Vergleichen und Filtern. Ob ein Artikel ein eigener Test ist, kennzeichne ich klar.
Herstellerbeziehung in diesem Artikel
Zwischen mir und iScooter (über den Hersteller-Direktshop iscooterglobal.de) besteht eine Affiliate-Partnerschaft. Den getesteten E-Scooter habe ich selbst gekauft. Getestet habe ich ihn ausführlich nach meiner eigenen Messmethodik. Auf die Bewertung hat die Affiliate-Partnerschaft keinen Einfluss: Die Note ergibt sich allein aus den Messdaten und meinem Bewertungssystem.
Einnahmequellen
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Der iX7 ist die günstigere Variante des Offroad-Modells iX7 Pro: ein 500-Watt-Heckmotor statt Dual-Motor, mechanische Scheibenbremsen statt ABS, dafür voll straßenzugelassen mit ABE und ein Preis, der im Markt für diese Ausstattung außergewöhnlich ist. In meinen zwei Testwochen rund um Stuttgart, auf Straße, Waldwegen, über Felder und an meiner 12,6-Prozent-Testrampe im Weinberg, ist er auf eine Gesamtnote von 9,2 von 10 gekommen. Wie ich auf diese Zahl komme, was ich gemessen und was ich nur eingeschätzt habe, steht weiter unten Wert für Wert. Wenn du grundsätzlich noch zwischen mehreren Modellen schwankst, lohnt vorher ein Blick auf eBike-Crew.de, wo ich meine Tests und Vergleichsdaten bündele.
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Über mich als E-Scooter-Tester
Ich bin Alexander Haselhoff, die meisten sagen einfach Alex. eBike-Crew.de gehört mir, und ich betreibe die Seite selbst. Einen Teil der Geräte hier fahre ich persönlich, und zwar nicht einmal um den Block, sondern über Tage, oft Wochen, bei Sonne und Nieselregen, bergauf durch die Weinberge, mit vollem Rucksack auf dem Rückweg. Den iScooter T8 und den iX7 bin ich genau hier die steilen Weinbergwege hochgefahren, das Touroll MA2 und das UCityS hatte ich als Pendler im Dauerbetrieb, und mit dem iScooter M60 Fat-Tire-Trekking-E-Bike war ich auf losem Schotter, Waldwegen und leichten Trails unterwegs. Den Kopf für das, was hier steht, halte ich hin.
Angefangen habe ich 2018, erst nur für mich: Wattmeter für die Reichweite, feste Steigungsrampen, eine saubere Bremsweg-Messung. Über die Jahre wurde daraus eine feste Methodik, 2025 habe ich eBike-Crew.de daraus gemacht. Kein Parkplatz-Test, kein Spec-Abschreiben vom Prospekt. Reichweite messe ich auch mal bei einstelligen Temperaturen mit Gegenwind, weil dann die ehrliche Zahl rauskommt. Meistens sind das 60 bis 75 Prozent von dem, was der Hersteller verspricht.
Wichtig dabei: Ich wiege selbst rund 100 Kilo. Die Hersteller rechnen ihre Reichweiten und Steigwerte fast immer mit einem 70-Kilo-Referenzfahrer bei 15 km/h auf flacher Strecke. Meine Zahlen sind Praxiswerte aus echtem Fahren unter realistischer Last, keine Laborbestwerte. Das drückt die Werte, macht sie aber ehrlich.

Der iScooter iX7 im Überblick: Das steckt drin
Der iX7 fällt in die Kategorie Offroad-Scooter. Das heißt: dicke 10-Zoll-Reifen mit Profil, Vollfederung vorne und hinten, kräftiger Heckmotor, höheres Gewicht. Ein Gerät, das auf Schotter, Waldweg und Hügel ausgelegt ist und nicht auf das kleinste Faltmaß für die Bahn. Genau daran messe ich ihn. Ein Offroad-Modell muss bergauf liefern und Stöße schlucken. Ob es sich kompakt zusammenfalten lässt, zählt weniger.

Highlights:
- 500-Watt-Heckmotor mit 40 Nm Drehmoment, hält die vollen 20 km/h auch am 12,6-Prozent-Berg mit 100-Kilo-Fahrer
- Vollfederung auf Premium-Niveau: Schwinge vorne, Federbein hinten, schluckt Kopfsteinpflaster ohne Nachwippen
- 720-Wh-Akku (48 V, 15 Ah), in meinem Test hochgerechnete 56 km reale Reichweite
- Duales mechanisches Scheibenbremssystem mit Motor-Cut-Off, gemessener Bremsweg 1,15 m aus 20 km/h
- Lenker-Blinker ab Werk, damit schon heute fit für die Blinker-Pflicht 2027
- Voll straßenzugelassen mit ABE P708, CE, RoHS und TÜV-Prüfung
- Preis im Direktshop: 699,99 €
🛴 E-Scooter Academy: Was ein Offroad-Scooter wie den iX7 ausmacht
Ein Offroad-Scooter ist die robuste Bauform unter den E-Scootern. Statt auf minimales Gewicht setzt er auf Substanz: 10-Zoll-Reifen mit grobem Profil für Grip auf Schotter, langen Federweg gegen Stöße, hohe Bodenfreiheit, einen kräftigen Motor mit spürbarem Drehmoment. Das macht ihn schwerer und größer als einen Stadt-Klapproller, dafür souverän auf schlechten Wegen und am Berg.
Beim Antrieb gilt: Die Nenndauerleistung ist gesetzlich auf 500 Watt gedeckelt, das Drehmoment in Newtonmeter entscheidet über den Antritt am Berg. Mehr Nm heißt mehr Schub bergauf. Der Akku wird in Wattstunden gemessen (Volt mal Amperestunden), beim iX7 sind das 48 V mal 15 Ah, also 720 Wh. Mehr Wh bedeutet mehr Reichweite, das höhere Gewicht und die dicken Reifen fressen davon aber einen Teil wieder auf.
Rechtlich zählt für den Straßenbetrieb in Deutschland die eKFV: maximal 20 km/h, höchstens 500 W Nenndauerleistung, zwei unabhängige Bremsen, StVZO-Beleuchtung und eine gültige ABE vom Kraftfahrt-Bundesamt. Dazu kommt ein Versicherungskennzeichen, das jährlich die Farbe wechselt. Ab 2027 sind für neue Fahrzeuge zusätzlich Blinker Pflicht, ältere ABE-Modelle genießen Bestandsschutz. Mehr dazu in meinem E-Scooter-Ratgeber und im Überblick zu den E-Scooter-Neuheiten 2026. Die Zielgruppe für ein Modell wie den iX7: Pendler mit hügeligem Arbeitsweg, schwerere Fahrer, alle die auch abseits glatter Straßen Fahrspaß wollen.
Technische Daten des iScooter iX7
Die folgenden Werte stammen vom Typenschild und aus dem Datenblatt. Die gemessenen Werte aus meinem Test kommen weiter unten, sauber davon getrennt.

| Motor | Heckmotor, 500 W Nenndauerleistung, 40 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h (eKFV-konform), 4 Fahrstufen: 6 / 10 / 15 / 20 km/h |
| Akku | 48 V, 15 Ah, 720 Wh, CE-zertifiziert |
| Hersteller-Reichweite | 70 km (Labor, 70 kg / 15 km/h) |
| Ladezeit | 5-6 h (Ladegerät 54,6 V / 2 A) |
| Bremsen | Duale mechanische Scheibenbremse vorne + hinten, 140 mm, mit Motor-Cut-Off (kein ABS) |
| Reifen | 10″ Offroad-Vakuumreifen, schlauchlos, 8 cm Lauffläche |
| Federung | Schwingen-Federung vorne + Federbein hinten (Vollfederung) |
| Gewicht / Zuladung | 26 kg / max. 150 kg |
| Faltmaß | 118 × 65 × 55 cm |
| Trittbrett / Bodenfreiheit | 23 cm breit / 16,5 cm |
| Zulassung | ABE P708 (KBA), CE, RoHS, TÜV-geprüft, StVZO-Beleuchtung, Lenker-Blinker ab Werk |
| Wasserschutz | IPX4 |
| Preis | 699,99 € (Direktshop) |
Meine Bewertung des iScooter iX7
Fünf Kategorien, jede auf einer Skala von 0 bis 10, höher ist besser. Die Gewichte sind beim Offroad-Typ auf Antrieb und Reichweite ausgelegt. Die Werte stammen direkt aus meinem Testverfahren.
Ausgezeichnet
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In meinem E-Scooter-Finder kannst du nach Typ, Preis, Akku, Motor und Reichweite filtern, Modelle direkt vergleichen und meine Einschätzungen nachlesen. Praktisch, wenn du noch zwischen mehreren Scootern schwankst.
Fahreigenschaften und Detailanalyse
Motor und Steigfähigkeit: der Berg-Moment
Hier hat mich der iX7 abgeholt. Meine feste Teststeigung ist eine Weinberg-Rampe mit 12,6 Prozent, das sind 7,2 Grad. Dieselbe Rampe fahre ich mit jedem Scooter, damit die Werte vergleichbar bleiben. Unter Vollgas, mit meinen 100 Kilo, bei 32 Grad in der Sonne hat der iX7 dort die vollen 20 km/h gehalten. Nicht 17, nicht 15, sondern das gesetzliche Maximum. Und zwar von unten bis oben, ohne dass der Motor am Ende der Rampe einbricht. Kein Überhitzen des Motors nach zahlreichen Steigungen und mehrstündiger Testfahrt an diesem Tag, was mich bei den hohen Außentemperaturen am meisten überrascht hat. Die meisten Scooter sind nach ein paar km Steigung überhitzt bei meinem Gewicht, und dann steht man. Nicht beim iX7. Beeindruckend.
Das Anfahren ist direkt. Die 40 Nm Drehmoment merkst du sofort, wenn du Gas gibst: kein Loch, kein verzögertes Wegrollen, der Scooter zieht aus dem Stand sauber an. Für einen Single-Motor-Scooter ist das richtig stark. Klar, ein Dual-Motor wie im iX7 Pro spielt bei der Steigfähigkeit in einer anderen Liga. Aber den brauchst du für normale Anstiege auf dem Pendelweg schlicht nicht. Den Steigungswert habe ich mit zwei vollen Punkten von zwei bewertet, das Motorgefühl mit 1,4 von 1,5.

Beschleunigung 0 auf 20 km/h
Drei Versuche aus dem Stand auf ebener Strecke, per GPS gestoppt: 3,9 Sekunden, 4,1 Sekunden, 4,0 Sekunden. Macht im Mittel glatte 4,0 Sekunden auf Tempo 20. Das fühlt sich beim Fahren so an, wie die Zahl sagt: kräftiger Antritt, kein Warten. Volle 1,5 von 1,5 Punkten.

Akku und Reichweite: die ehrliche Zahl
Den Akku fahre beim Test der Reichweite grundsätzlich nicht leer. Ich fahre eine feste Runde und lade danach mit dem Shelly-Energiemessgerät wieder voll. Bei diesem Test waren es 21 km, danach hat der Shelly beim Nachladen 302 Wattstunden gezogen. Nach Ladeverlusten entspricht das rund 271,8 Wattstunden, die ich dem Akku wirklich entnommen habe, also 12,9 Wh pro Kilometer. Hochgerechnet auf den vollen 720-Wh-Akku ergibt das rund 56 km reale Reichweite. Die Display-Anzeige ist dabei von 100 auf 59 Prozent gefallen, was als grobe Gegenprobe gut dazu passt.
Eine Einordnung gehört dazu. Den Verbrauch habe ich über den Shelly gemessen, also meine genaueste Methode. Dafür muss der Akku nicht leergefahren werden, der Energiemesser erfasst beim Nachladen exakt, was wieder reingeht. Trotzdem ist meine 56 km keine 1:1-Antwort auf die 70 km vom Hersteller. Die Werksangabe entsteht im Labor mit 70-Kilo-Fahrer bei 15 km/h auf flacher Strecke. Ich war mit 100 Kilo auf gemischter Strecke unterwegs, also unter deutlich härteren Bedingungen. Beides sind Praxiswerte, kein Laborergebnis, und genau deshalb sind sie aussagekräftiger als die Hochglanzzahl.
Für dich heißt das: Auf flacher Pendelstrecke mit normalem Gewicht sind die 56 km auf jeden Fall drin, am Berg mit Last natürlich weniger. Die Reichweite habe ich mit vollen 5 von 5 Punkten bewertet, weil sie für einen schweren Offroad-Scooter mit dicken Reifen stark ist.

Komfort und Fahrverhalten: Der iX7 schluckt fast alles
Die Vollfederung ist der Grund, warum ich mit dem iX7 freiwillig Umwege über Kopfsteinpflaster gefahren bin. Vorn eine Schwinge mit Schraubenfeder und Elastomer-Dämpfung, hinten ein Federbein. Keine Öldruck-Hydraulik, nicht einstellbar, aber sauber abgestimmt. Mit 20 km/h über altes Pflaster zu fahren, schont mit kaum einem anderen Scooter den Rücken so wie mit diesem. Selbst mit meinen 100 Kilo wippt hinten nichts nach. Und weil die Straßen bei uns in Stuttgart inzwischen ziemlich ramponiert sind, ist das für mich kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen gut gelaunt ankommen und mit Rückenschmerzen ankommen.

Der Geradeauslauf ist satt. Das 23 cm breite Trittbrett und die 10-Zoll-Reifen geben spürbar Ruhe ins Fahrwerk, auch in Kurven und bei Vollgas. Nichts kippelt, nichts wird nervös. Den Federungskomfort habe ich mit 2,8 von 3 bewertet, die Fahrstabilität mit 2,2 von 2,5.

Die Reifen verdienen einen eigenen Satz. 10 Zoll, schlauchlos, 8 cm Lauffläche, grobes Profil. Auf Schotter und Waldboden greifen die ordentlich, und weil sie schlauchlos sind, fällt das klassische Schlauch-Pannen-Risiko weg. Volle Punktzahl bei der Reifen-Qualität.

Verarbeitung, Display und App
Gefaltet wird in drei Schritten. Der Mechanismus rastet satt ein, ohne Wackeln, ohne Spiel. Was du dabei merkst: die 26 Kilo. Zum Fahren super, beim Tragen in den dritten Stock weniger. Dazu unten mehr.


Das Display ist ein scharfes LC-Display, kein echtes Farbdisplay, aber mit farbig hervorgehobenen Symbolen: Rot, Grün für einige Funktionen und Anzeigen. Bei voller Sonne perfekt ablesbar (siehe Foto), und das ist in dieser Preisklasse selten so gut gelöst. Im Alltag fehlt mir nichts. Bedient wird über intuitive Tasten, die vier Fahrstufen schaltest du direkt über die M-Taste durch. Der einzige kleine Haken: Anders als beim Pro kommst du nicht an die tieferen P-Einstellungen.


Die iScooter Club App koppelst du über einen QR-Code. Bluetooth an, in der App suchen, der iX7 wird sofort gefunden, dann zum Binden den QR-Code am Rahmen scannen. Hat im Test auf Anhieb geklappt, keine Verzögerung, kein Pairing-Theater. Die App kann mehr, als ich erwartet hatte: sperren und entsperren per Passwort, Modi einstellen, km auf Meilen umschalten, eine Google-Maps-Integration mit Live-Anzeige von Fahrleistung, Zeit und Geschwindigkeit. Dazu präzise Werte zu gefahrenen Kilometern, Akkustand in Prozent (genauer als die Balkenanzeige am Display), Motortemperatur und Spannung. Was fehlt, ist ein aktiver Tempomat. Das ist kein Mangel, sondern Absicht, dazu gleich mehr im Sicherheits-Abschnitt.

Bremsen und Sicherheit: der überraschende Wert
Der iX7 bremst vorne und hinten mit je einer mechanischen 140-mm-Scheibe. Dazu schaltet der Motor beim Bremsen ab (Motor-Cut-off). Ein echtes ABS hat nur der teurere iX7 Pro. Gemessen habe ich aus konstant 20 km/h, drei Vollbremsungen mit Maßband: 1,21 m, 1,05 m, 1,19 m. Im Mittel 1,15 m Bremsweg. Das ist ein sehr kurzer Wert, ehrlich gesagt kürzer, als ich erwartet hatte.

Jetzt die wichtige Einordnung, die in vielen Tests fehlt. Die eKFV verlangt in Paragraf 4 eine Verzögerung von mindestens 3,5 m/s² mit allen Bremsen zusammen. Aus 20 km/h, also 5,56 m/s, ergeben sich aus meinem Bremsweg rechnerisch rund 13,4 m/s². Damit liegt der iX7 weit über der gesetzlichen Pflicht. Die oft zitierte 7-Meter-Bremsweg-Grenze steht übrigens nirgends in der eKFV, das ist ein Mythos. Maßgeblich ist die Verzögerung, und die passt hier mehr als deutlich.

Wie kommt so ein kurzer Wert zustande? Mit Technik. Bei einer Vollbremsung ohne ABS blockieren die Räder, das ist bei mechanischen Scheiben normal. Du musst das Gewicht klar nach hinten verlagern, dann beide Bremsen voll ziehen. Mache ich das, sind unter 1,3 m machbar, im Video belegt. Nachmachen würde ich das nicht ohne Übung, vor allem nicht bei Nässe oder auf Schotter. Dort besteht ohne ABS ein echtes Blockier- und Sturzrisiko. Das ist der Punkt, an dem der Pro mit seinem ABS mehr Reserven hat, aber eben auch mehr kostet. Bremsgefühl im Alltag: bissig, fein dosierbar, kein Stempel-Effekt, kein Quietschen. Das habe ich mit 1,7 von 2 bewertet, den reinen Bremsweg mit vollen 3 von 3.

Beim Thema Licht ist der iX7 sauber unterwegs: Frontscheinwerfer, Dauerlicht-Rücklicht und Reflektoren, alles StVZO-konform und vom Akku gespeist. Ein eigenes Bremslicht fehlt allerdings, das Rücklicht leuchtet beim Bremsen einfach weiter wie vorher. Das ist der eine Punkt, an dem ich bei der Sicherheit nicht die volle Wertung gegeben habe. In dieser Preisklasse ist ein separates Bremslicht aber ohnehin nicht selbstverständlich.
Der Lenker-Blinker ab Werk dagegen ist ein dickes Plus. Ab 2027 sind Blinker für neue E-Scooter Pflicht, der iX7 bringt sie schon mit. Damit ist er zukunftsfest. Und zum Tempomat, der gern als angeblicher Schwachpunkt durchgereicht wird: Paragraf 7 eKFV verlangt leider, dass die Motorleistung innerhalb einer Sekunde auf Null geht, sobald du den Daumen vom Gas nimmst. Ein klassischer Tempomat würde die Leistung halten und damit gegen das Gesetz verstoßen. Das KBA erteilt für Scooter mit aktivem Tempomat keine ABE mehr. iScooter hat den Tempomat in der deutschen Version softwareseitig deaktiviert (im Ausland ist der Tempomat freigeschaltet, nur natürlich wieder nicht in Deutschland) und handelt damit rechtlich sauber. Manche Konkurrenten werben trotz deutscher ABE mit Tempomat, das ist eine Grauzone, um es freundlich auszudrücken. Wirst du als Fahrer damit erwischt, wird es teuer und der E-Scooter ist weg. Beim iX7 ist die Sache eindeutig konform. Die Sicherheit habe ich in Summe mit 9,9 von 10 bewertet.

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Vor- und Nachteile im Überblick
✅ Stärken
- Vollfederung auf Premium-Niveau, schluckt Kopfsteinpflaster und Schotter sauber weg
- 40 Nm und 500 W ziehen den 100-Kilo-Fahrer die 12,6-Prozent-Rampe mit vollen 20 km/h hoch, ohne Throttling
- Scharfes LC-Display mit farbigen Symbolen, in der Preisklasse selten so gut ablesbar
- Lenker-Blinker ab Werk, schon heute fit für 2027
- Sehr kurzer Bremsweg von 1,15 m aus 20 km/h, Scheiben plus Offroad-Grip bremsen kompromisslos
- Preis-Leistung: ABE, Vollfederung und 720 Wh für unter 700 € sind im Markt schwer zu schlagen
❌ Schwächen
- Kein separates Bremslicht, das Rücklicht ändert sich beim Bremsen nicht
- 26 kg Gesamtgewicht, beim Tragen und Verladen deutlich spürbar
- Faltmaß für die Mitnahme in Bus und Bahn grenzwertig
- Keine echte Rekuperation, der Motor-Cut-off lädt beim Bergabfahren nichts zurück
iX7 oder iX7 Pro? Der Vergleich im eigenen Haus
Der natürlichste Vergleich für den iX7 ist sein großer Bruder, der iX7 Pro. Beide kommen von iScooter, der iX7 ist die bewusst abgespeckte, günstigere Variante. Wo die Unterschiede liegen, zeigt diese Übersicht. Die Werte zum iX7 stammen aus meinem Test, die Pro-Spalte fasst die bekannten Unterschiede qualitativ zusammen, ich habe den Pro nicht selbst auf derselben Strecke vermessen.
| Merkmal | iScooter iX7 (getestet) | iScooter iX7 Pro |
|---|---|---|
| Antrieb | Single-Heckmotor, 500 W, 40 Nm | Dual-Motor, mehr Steigreserve |
| Bremse | Duale mech. Scheibe, Motor-Cut-Off, kein ABS | Scheibe mit ABS / E-ABS |
| Tempomat | Nein (eKFV-konform deaktiviert) | Nein (eKFV-konform deaktiviert) |
| Federung | Vollfederung (Schwinge + Federbein) | Vollfederung |
| Preis | 699,99 € (Stand 06/2026) | 859,99 € (Stand 06/2026) (Aufpreis fürs Dual-Motor- und ABS-Paket) |
Kurz gesagt: Der Pro ist die Wahl, wenn du das Maximum an Steigkraft und das Sicherheitsplus ABS willst und bereit bist, dafür mehr zu zahlen. Für die allermeisten Pendler reicht der iX7 locker. Wer noch breiter vergleichen will, findet im E-Scooter-Finder weitere Offroad-Modelle. Und falls du auf der Suche nach einem ähnlich gelagerten Modell bist, hilft vielleicht auch mein Test eines weiteren Offroad-Scooters von iScooter, des iScooter T8. Und falls für dich statt eines Scooters eher ein E-Bike infrage kommt, habe ich mit dem iScooter M60 Fat-Tire-Trekking-E-Bike (Offroad, Note 8,3) und dem iScooter UCityS (City) zwei Alternativen selbst getestet.
Und wenn du die ganze Marke einordnen willst, also alle iScooter-Modelle nebeneinander, meine Erfahrungen aus vier selbst gefahrenen Geräten und die ehrliche Frage, wo iScooter spart, das habe ich in meinem iScooter-Überblick gebündelt.
Häufige Fragen zum iScooter iX7
Wie weit komme ich mit dem iScooter iX7 wirklich?
In meinem Test habe ich aus einer 21-km-Runde rund 56 km reale Reichweite hochgerechnet, bei 100 Kilo Fahrergewicht und 12,9 Wh/km (Shelly-Messung). Der Hersteller nennt 70 km, gemessen mit 70 Kilo auf flacher Strecke. Auf flachem Pendelweg mit normalem Gewicht ist also mehr drin als meine 56 km, am Berg mit Last eher weniger.
Schafft der iX7 auch steile Berge?
Ja. An meiner festen 12,6-Prozent-Rampe hat er mit mir (100 kg) durchgehend die vollen 20 km/h gehalten, ohne abzuriegeln, auch bei 32 Grad. Für einen Single-Motor-Scooter ist das ein starkes Ergebnis.
Ist der iScooter iX7 in Deutschland zugelassen?
Ja, der iX7 hat eine gültige ABE (P708) vom KBA, ist auf 20 km/h begrenzt, hat zwei unabhängige Bremsen und StVZO-Beleuchtung. Du brauchst nur noch ein Versicherungskennzeichen, dann darfst du auf Radwegen und Straßen fahren.
Wie kurz ist der Bremsweg?
Gemessen aus 20 km/h im Mittel 1,15 m. Das entspricht rund 13,4 m/s² Verzögerung und liegt damit weit über der eKFV-Pflicht von 3,5 m/s². Den kurzen Wert erreicht man mit Gewichtsverlagerung nach hinten, ohne ABS blockieren die Räder dabei.
Hat der iX7 ABS?
Nein, ein ABS hat nur der teurere iX7 Pro. Der iX7 bremst mit dualen mechanischen Scheiben plus Motor-Cut-Off. Bei Nässe und auf Schotter solltest du das im Hinterkopf behalten.
Warum hat der iX7 keinen Tempomat?
Weil ein aktiver Tempomat gegen Paragraf 7 eKFV verstößt. Das Gesetz verlangt, dass die Motorleistung innerhalb einer Sekunde auf Null geht, sobald du den Daumen vom Gas nimmst. iScooter hat den Tempomat deshalb deaktiviert, das ist rechtlich korrekt und kein Mangel.
Wie schwer ist der iScooter iX7?
26 kg. Zum Fahren gibt das satte Stabilität, beim Tragen in den dritten Stock oder beim Verladen ins Auto merkst du das Gewicht deutlich. Für die Mitnahme in Bus und Bahn ist er grenzwertig.
Preis-Leistung: dafür 700 Euro
699,99 € kostet der iX7 im Direktshop. Dafür bekommst du ABE-Zulassung, echte Vollfederung, einen 720-Wh-Akku, 500 Watt Heckmotor mit 40 Nm und Blinker ab Werk. Diese Kombination unter 700 Euro ist im Markt schwer zu schlagen. Den durchgestrichenen UVP über tausend Euro würde ich nicht überbewerten. Solche hohen Listenpreise tauchen bei iScooter dauerhaft auf und sind eher ein theoretischer Wert als ein Preis, den jemand zahlt. Maßgeblich ist der reale Shop-Preis, und der ist für das Gebotene erstaunlich günstig. Den besten Preis gibt es direkt beim Hersteller. Preis-Leistung: 9 von 10.
Umfangreiches Datenblatt
| Modell | iScooter iX7 (Offroad), Modelljahr 2026 |
| Motortyp | Heckmotor |
| Nenndauerleistung | 500 W |
| Drehmoment | 40 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h |
| Fahrstufen | 4 (6 / 10 / 15 / 20 km/h) |
| Akku | 48 V, 15 Ah, 720 Wh, CE |
| Hersteller-Reichweite | 70 km (Labor) |
| Gemessene Reichweite | ca. 56 km (hochgerechnet, 100 kg, Shelly-Messung) |
| Verbrauch | 12,9 Wh/km (im Test) |
| Ladezeit | 5-6 h (54,6 V / 2 A) |
| Bremsen | Duale mech. Scheibe 140 mm + Motor-Cut-Off, kein ABS |
| Gemessener Bremsweg | 1,15 m aus 20 km/h (13,4 m/s²) |
| Beschleunigung 0-20 km/h | 4,0 s (Mittel aus 3 Versuchen) |
| Steigfähigkeit (Test) | 20 km/h gehalten an 12,6 % / 7,2° |
| Reifen | 10″ Offroad-Vakuumreifen, schlauchlos, 8 cm Lauffläche |
| Federung | Schwinge vorne + Federbein hinten |
| Gewicht / Zuladung | 26 kg / max. 150 kg |
| Faltmaß | 118 × 65 × 55 cm |
| Trittbrett / Bodenfreiheit | 23 cm / 16,5 cm |
| Beleuchtung / Blinker | StVZO-Front + Dauerlicht-Heck + Reflektoren, Lenker-Blinker ab Werk |
| Wasserschutz | IPX4 |
| Zulassung / Prüfungen | ABE P708 (KBA), CE, RoHS, TÜV |
| App | iScooter Club (Sperren, Modi, Live-Daten, Maps), kein Tempomat |
| Garantie | 1 Jahr |
| Lieferumfang | Werkzeug, Schrauben, Ladegerät, Anleitung |
| Preis | 699,99 € |
So habe ich getestet: meine Messmethodik
Damit du meine Zahlen einordnen kannst, hier kurz das Verfahren. Jeden Scooter teste ich unter denselben festen Bedingungen, sonst wären die Werte nicht vergleichbar. Fahrergewicht: 100 kg, mein echtes Gewicht, deutlich über dem 70-Kilo-Laborfahrer des Herstellers. Reifendruck nach Herstellerempfehlung, über alle Messungen konstant. Standard-Steigung: dieselbe Weinberg-Rampe mit 12,6 Prozent (7,2 Grad) für jeden Scooter. Bremsweg immer aus 20 km/h auf trockenem Asphalt, mit Maßband, drei Versuche, Mittelwert.
Vier Dinge messe ich mit Gerät statt Bauchgefühl: Reichweite (per Hochrechnung, hier über die Shelly-Messung), Steigung (gehaltene km/h unter Vollgas), Beschleunigung (GPS-Zeit auf 20 km/h, drei Versuche) und Bremsweg (mit Verzögerung in m/s² und eKFV-Bezug). Alles andere, also Motorgefühl, Komfort, Bremsgefühl, Ausstattung, schätze ich ehrlich aus dem Fahren ein, entlang fester Leitwerte. Diese Trennung zwischen gemessen und eingeschätzt steht bewusst im ganzen Bericht. Das volle Verfahren mit Equipment-Liste findest du unter eBike-Crew.de/testverfahren.
Fazit: Power-Allrounder mit irre viel Fahrspaß
Der iScooter iX7 ist der Scooter, mit dem ich in meiner Testzeit einfach zum Spaß mit dem Hund durch Felder und Wald gedüst bin. Viel Power, bequemer Stand, eine Federung, die fast jeden Untergrund glattbügelt. Bergauf hält er mit 100-Kilo-Fahrer die vollen 20 km/h, der Bremsweg ist mit 1,15 m kompromisslos kurz, und mit Blinker ab Werk ist er schon für 2027 gerüstet. Das alles für 699,99 Euro.
Die Schwächen sind da, aber klein: kein separates Bremslicht, keine Rekuperation, und die 26 Kilo merkst du jedes Mal, wenn du ihn tragen oder verladen musst. Wer den Scooter täglich in den dritten Stock schleppt, sollte das einplanen. Für reine Pendelstrecken spielt es keine Rolle.
Meine Empfehlung: Der iX7 ist für alle gemacht, die mehr wollen als glatten Asphalt. Für Fahrer zwischen 90 und 120 Kilo, für hügelige Strecken, für Waldboden, Feldwege und Schotter, und für jeden, der einen kräftigen, voll zugelassenen Offroad-Scooter mit Vollfederung sucht, ohne den Aufpreis für den Dual-Motor-Pro zu zahlen. Egal ob täglicher Arbeitsweg mit Steigung oder die Spaßrunde durch Wald und Feld am Wochenende, der iX7 steckt beides weg. Ein ABS und das Maximum an Steigkraft bekommst du nur beim Pro, dafür zahlst du auch mehr. Für die allermeisten reicht der iX7 locker, und sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Markt aktuell schwer zu toppen. Gesamtnote: 9,2 von 10, ausgezeichnet.
Und wenn du die ganze Marke einordnen willst, alle iScooter-Modelle nebeneinander, meine Erfahrungen aus vier selbst gefahrenen Geräten und die ehrliche Frage, wo iScooter spart, das habe ich in meinem iScooter-Überblick gebündelt.
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Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2026. Eigener Praxistest, gefahren vom 10. bis 26. Juni 2026 rund um Stuttgart, auf Straße, Waldwegen, über Felder und an der festen 12,6-Prozent-Teststeigung.




