Xiaomi Electric Scooter 6 Max

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Xiaomi Electric Scooter 6 Max im Produktcheck - Testberichte, Preisvergleich und Experteneinschätzung | eBike-Crew.de
700 Euro für einen Roller, der bei 20 km/h dichtmacht. Klingt nach zu viel. Dann schaust du auf die Liste: 12-Zoll-Tubeless, 1100 Watt Spitze, IPX6, Doppelfederung mit 45 mm Federweg vorne, Farb-LCD, native Apple Find My. Plötzlich ergibt der Preis Sinn. Der Xiaomi Electric Scooter 6 Max ist das Topmodell der 6er-Reihe und zielt klar auf Vielfahrer, die mehr wollen als Pendel-Basisausstattung.
Der stärkste Motor der ganzen 6er-Familie
1100 Watt Spitzenleistung sitzen im Hinterrad. Damit ist der 6 Max der kräftigste der Reihe, deutlich über dem 6 Pro. 24 Prozent Steigfähigkeit gibt Xiaomi an, das ist steiler als die meisten Brückenrampen und reicht auch für hügelige Wohnviertel. Was uns hier besonders gefällt: die 130 kg Zuladung. Der 6 Pro schafft nur 120 kg, viele Konkurrenten ebenfalls. Heißt konkret: schwererer Fahrer plus Rucksack plus Wocheneinkauf, und die Beschleunigung bleibt trotzdem kräftig. Kein müdes Anrollen am Berg.
70 km Reichweite, aber rechne lieber anders
468 Wh, identisch zum 6 Pro. Xiaomi nennt 70 km als feste Zahl, keinen Bereich, keine Bandbreite. Das ist der Eco-Modus-Wert bei konstantem Tempo auf flacher Strecke. Realistisch fährst du eher 50 bis 60 km bei normalem Fahrstil, und im Sport-Modus mit Steigung schmilzt das Ganze noch einmal deutlich zusammen. Plan also mit rund 49 km, wenn du auf Nummer sicher gehen willst. Der Akku ist fest verbaut. Kein Wechselakku-Konzept. Wohnst du im vierten Stock ohne Aufzug, schleppst du jedes Mal den kompletten Scooter hoch zum Laden. In dieser Preisklasse ein echter Minuspunkt.
Komfort und Allwetter auf Niveau, das man hier nicht erwartet
Doppelfederung vorne mit 45 mm Federweg, Doppelfederdämpfung hinten. Das ist Federungs-Niveau, wie man es sonst bei Offroad-Modellen findet. Auf Kopfsteinpflaster, Schotter und Waldwegen merkst du den Unterschied zum 6 Pro sofort in den Handgelenken. Dazu 12-Zoll-Tubeless-Reifen, die laut Scooterhelden gegenüber den 10-Zöllern des 5 Max rund 13 Prozent mehr Aufstandsfläche und spürbar mehr Grip bringen. Mechanische Doppelscheibenbremse, ABS, Traktionskontrolle (TCS, verhindert durchdrehende Räder bei Nässe) und IPX6 als Wasserschutz. IPX6 liegt über dem üblichen IPX5, starker Regen ist also kein Problem. Die native Apple Find My-Ortung funktioniert sogar im ausgeschalteten Zustand. Bei einem 700-Euro-Gerät ein wichtiges Sicherheitsnetz gegen Diebstahl.
Die Lücke, die wir nicht verstehen
Keine Blinker. Für ein Topmodell schwer nachvollziehbar. Handzeichen geben, während du bei 20 km/h mit Gepäck einen Hügel hochfährst, wird wackelig bis gefährlich. Und es kommt schlimmer: Auch ein Bremslicht fehlt, anders als beim günstigeren 6 Pro. Der Test von Scooterhelden kritisiert genau diese beiden Punkte und nennt zusätzlich die zum Testzeitpunkt unklare ABE-Lage für Deutschland. Smartzone lobt zwar das 3-Zoll-Farbdisplay, die drei Stunden Ladezeit und die 130 kg Zuladung, hakt aber beim hohen Gewicht und dem Premium-Preis ein. Unterm Strich: ein technisch dicker Roller mit einer Sicherheitslücke, die nicht hätte sein müssen.
Lohnt der Aufpreis gegenüber Segway und Co?
Der Segway-Ninebot MAX G2 D kostet rund 150 Euro weniger, packt mit 551 Wh sogar mehr Akku ein und liefert ähnliche 70 km. Dazu hat er Blinker, die dem Xiaomi fehlen. Trommel- statt Scheibenbremse vorne, nur 10-Zoll-Reifen, IPX5 statt IPX6 und kein TCS sind die Gegenrechnung. Der MAX G2 D ist außerdem Testsieger in seiner Runde. Der Segway F2 Pro D II liegt nochmal günstiger, wiegt mit 17,3 kg deutlich weniger und blinkt ebenfalls, kommt aber mit kleinerem 460-Wh-Akku und ohne die 12-Zoll-Reifen. Der Segway F3 Pro D kontert mit 1200 Watt Spitze, hydraulischer Doppelfederung und IPX6, kostet aber fast gleich viel. Der Xiaomi 6 Max ist der Einzige, der 12-Zoll-Reifen, Doppelscheibe, TCS, IPX6 und Find My zusammen mitbringt. Bis auf die Blinker.
Für wen sich der 6 Max wirklich lohnt
Ein durchdachter Premium-Pendler für Langstrecke und gemischtes Gelände. Die Stärken liegen klar auf dem Tisch: stärkster Motor der Reihe, 130 kg Zuladung, IPX6, 45 mm Federweg, Farb-LCD und native Find My. Die Schwächen genauso deutlich: keine Blinker, kein Bremslicht, fest verbauter Akku. Für Pendler mit 20 bis 30 km Tagesstrecke und Anspruch an Federungskomfort ist er unsere klare Empfehlung, vorausgesetzt du kommst mit Handzeichen statt Blinkern klar. Wer auf Blinker besteht, spart 150 Euro und greift zum Segway MAX G2 D. Beides vertretbare Entscheidungen, nur eben mit unterschiedlichen Prioritäten.

Segway-Ninebot MAX G2 D

Segway F2 Pro D II

Segway F3 Pro D
Weitere Langstrecken-Scooter zwischen 524 und 873 Euro
Im Langstrecken-Segment kämpfen Reichweiten-Modelle, Komfort-Roller und Premium-Allrounder um deine Aufmerksamkeit. Ein Blick auf die Alternativen lohnt sich:
Gründer von eBike-Crew.de. Er testet E-Bikes und E-Scooter selbst, über Tage bis Wochen im Alltag. Modelle, die er nicht selbst fährt, kennzeichnet er offen als Produktcheck auf Basis von Daten und unabhängigen Tests.
E-Scooter Datenblatt
Tests & Bewertungen
Strategischer Bruch mit dem bisherigen Alltags-Scooter, kein klassisches Update.
Stärken: 12-Zoll-Tubeless gegenüber 10 Zoll beim 5 Max für 13 Prozent mehr Aufstandsfläche und 40 Prozent mehr Grip, 45-mm-Langhubfederung vorne und Doppelfederung hinten, IPX6-Schutz, 1100 W Peak-Leistung.
Schwächen: fehlende ABE-Klarheit für Deutschland zum Testzeitpunkt, keine Blinker, kein Bremslicht.
Top-Modell unterhalb des Ultra.
Stärken: 477-Wh-Akku mit 70 km Reichweite, drei Stunden Ladezeit, 450/1100-W-Motor mit 35 Nm Drehmoment, 24 Prozent Steigfähigkeit, 3-Zoll-TT-Display, verstellbare Lenkerhöhe, Apple Find My, 130 kg Zuladung.
Schwächen: UVP bei 700 Euro, hohes Gewicht, Premium-Anspruch mit Premium-Preis.
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