NAVEE GT3 Pro





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
NAVEE GT3 Pro im Produktcheck - Testberichte, Preisvergleich und Experteneinschätzung | eBike-Crew.de
22 Kilo. Das ist die erste Zahl, die beim GT3 Pro hängen bleibt, und sie schreckt erstmal ab. Der Schnitt bei Pendler-Scootern liegt bei 19,6 kg, NAVEE packt gut zwei drauf. Aber dafür gibt es eine Vierfach-Federung, ein 48-Volt-System und TCS in einer Klasse, die sonst mit harten Rahmen und billigem Antrieb auskommt. Bei akku-alle.de reichte das für 81 von 100 Punkten, Note 2. Nachvollziehbar.
400 Watt Nenn, 1.000 Watt Peak: der Motor zieht sauber an
Der Nabenmotor sitzt hinten und läuft mit 48 Volt statt der üblichen 36. Das merkst du beim Anfahren. 1.000 Watt Spitzenleistung und 400 Watt Dauerleistung bringen an der Ampel den nötigen Zug, um dich in den fließenden Verkehr einzufädeln, ohne dass hinter dir gehupt wird. 22 Prozent Steigfähigkeit glaube ich erst, wenn ich den E-Scooter selbst getestet habe, wohl eher eine Marketing-Zahl. Aber mit Sicherheit bricht bei einem 1000 Watt Peak mit 400 Nenn der Scooter an einem 15-Prozent-Anstieg nicht komplett ein. Höchstgeschwindigkeit sind die gesetzlichen 20 km/h, mehr ist bei ABE-Scootern nicht drin. Ein Gehmodus für Schiebe-Passagen ist dabei.
477 Wh Akku, aber 8 Stunden Ladezeit
Der Akku fasst 477 Wattstunden bei 10,2 Ah. Das liegt weit über dem Kategorieschnitt von 393 Wh. NAVEE nennt 50 bis 60 km Reichweite. Realistisch, bei mittlerem Tempo, moderaten Anstiegen und normalem Fahrergewicht, landest du eher bei 38 bis 42 km. Für die Arbeitswoche reicht das trotzdem locker, wenn dein Arbeitsweg im einstelligen Kilometerbereich liegt.
Der Haken: 8 Stunden Ladezeit. Abends einstecken, morgens voll, das klappt. Aber zwei Ladezyklen an einem Tag sind unrealistisch. Wer mittags nachladen und nachmittags wieder los will, wartet ewig. Der Akku ist fest verbaut, entnehmen und separat laden geht nicht. Wer schnelle Turnarounds braucht, ist hier falsch.
Vierfach-Federung und Schlauchlos-Reifen: Der Fahrkomfort stimmt
Vorne Federgabel, hinten Stoßdämpfer, dazu die 10-Zoll-Reifen ohne Schlauch. Diese Kombination schluckt Kopfsteinpflaster und Gehwegfugen deutlich besser als die federlosen Konkurrenten. Auf Berliner Altbau-Straßen ein spürbarer Unterschied. Schlauchlose Reifen platzen nicht, sondern verlieren bei einem Loch langsam Luft. Eine Pannenschutz-Sicherheit gibt es allerdings nicht, ein Nagel geht durch.
Beim Bremsen wird es dünner. Vorne Trommelbremse, hinten eine elektronische Bremse mit Rekuperation, die Strom zurückgewinnt. Keine mechanische Scheibe irgendwo. e-roller.com nennt das ein sicheres dreifaches System, hält aber fest: weniger Bremskraft als bei Premium-Modellen. Bei Nässe ist der Bremsweg spürbar länger. Ein ABS fehlt komplett. Das ist der ehrlichste Kritikpunkt am ganzen Roller.
TCS, Blinker, Find-My-Ortung: Die Ausstattung ist erwachsen
Die Traktionskontrolle greift ein, wenn das Hinterrad auf nassem Laub oder Rollsplitt durchdreht. In dieser Preisklasse selten. IPX5 heißt strahlwassergeschützt, du kannst also im Regen fahren, nur nicht durch tiefe Pfützen tauchen. Blinker vorne und hinten, Bremslicht, seitliche Reflektoren und StVZO-Beleuchtung sind komplett. Ständer, Schutzbleche vorne und hinten gehören dazu, kein Nachrüsten nötig.
Per Bluetooth koppelst du den Roller mit der App. GPS-Tracking und Apple-Find-My-Ortung sind an Bord, falls der Scooter mal wegkommt. Ein USB-Anschluss zum Handyladen fehlt, ebenso eine Klingel ab Werk. OTA-Updates gibt es nicht, Firmware bleibt wie geliefert. Das LED-Display ist bei direkter Sonne schwer ablesbar, das kritisiert auch akku-alle.de.
Wie er sich gegen Xiaomi und Segway schlägt
Der Xiaomi Electric Scooter 5 hat denselben 477-Wh-Akku und kostet praktisch gleich viel. Er wiegt mit 20,1 kg knapp zwei Kilo weniger und bietet eine Doppelfederung vorne. Aber seine Spitzenleistung liegt bei 700 statt 1.000 Watt, und TCS fehlt. Auf Asphalt kein Problem, auf schlechten Wegen zieht der NAVEE davon.
Der Segway-Ninebot F2 Pro D ist mit 18,5 kg der Leichteste im Trio und hat als einziger eine mechanische Scheibenbremse vorne. Bei Nässe das bessere Bremsgefühl. Sein Akku ist mit 461 Wh minimal kleiner, die Federung nur vorne. Wer Tragbarkeit und Bremskraft priorisiert, greift zum Segway.
Der GT3 Pro ist der technisch dichteste Roller in dieser Klasse: viel Federung, 48 Volt, TCS, Find-My. Er kostet unter 400 Euro und liefert dafür mehr Substanz, als der Preis vermuten lässt. Wer unter 20 Kilo tragen will oder schnelle Ladezyklen braucht, greift zur leichteren Konkurrenz. Für alle anderen: viel Scooter fürs Geld.

Xiaomi Electric Scooter 5

Segway-Ninebot F2 Pro D
Gründer von eBike-Crew.de. Er testet E-Bikes und E-Scooter selbst, über Tage bis Wochen im Alltag. Modelle, die er nicht selbst fährt, kennzeichnet er offen als Produktcheck auf Basis von Daten und unabhängigen Tests.
E-Scooter Datenblatt
Tests & Bewertungen
Schwächen: 8-10h Ladezeit, großer Wendekreis, Display bei Sonne schwer ablesbar, Bremsen subjektiv schwach.
Schwächen: weniger Bremskraft vs. Premium, lange Ladezeit.
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