iScooter iX7 1200W Offroad E-Scooter (ABE/eKFV)

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Tester: Alexander Haselhoff · Testdauer: 2 Wochen · Teststrecke: 112 km
Unsere Bewertung ist unabhängig und wurde nicht vom Hersteller beeinflusst. Gegenleistungen für positive Bewertungen akzeptieren wir nicht.
✅ Unser Test: iScooter iX7 1200W Offroad E-Scooter (ABE/eKFV)
iScooter iX7 1200W Offroad E-Scooter (ABE/eKFV) im Test | eBike-Crew.de
720 Wh in einem Offroad-Scooter, der klar unter der UVP von rund 900 Euro liegt, dazu schlauchlose Reifen und ein auch bei Sonne ablesbares Display. Klingt nach Ansage. Diesen iX7 habe ich nicht nur eingeschätzt, sondern selbst gefahren und vermessen, zwei Wochen lang rund um Stuttgart. Hier die Kurzfassung mit den wichtigsten Messwerten. Den ausführlichen Test mit allen Zahlen, Fotos und Video findest du direkt verlinkt.
✓ SELBST GETESTET Testnote 9,2 / 10
Zwei Wochen Praxis, eigene Messungen zu Reichweite, Steigung, Bremsweg und Beschleunigung.
500 Watt, die am Berg liefern
500 Watt Nennleistung, in der Spitze bis 1200 Watt, 40 Nm Drehmoment, alles direkt im Hinterrad. Im Test zählt für mich, was am Berg ankommt. An meiner festen 12,6-Prozent-Rampe hat der iX7 mit meinen 100 Kilo durchgehend die vollen 20 km/h gehalten, ohne abzuriegeln, auch bei 32 Grad in der Sonne, und ohne dass der Motor nach Stunden Steigung überhitzte. 0 auf 20 in glatten 4,0 Sekunden. Wer noch mehr Steigkraft braucht, greift zur Pro-Version mit zwei Motoren.
720 Wh und was davon ankommt
720 Wh bei 48 Volt sind für die Klasse eine fette Basis. Im Datenblatt steht eine Laborreichweite von 70 km. Ich habe nachgemessen, mit dem Shelly-Energiemessgerät und meinen 100 Kilo auf gemischter Strecke: rund 56 km echte Reichweite, also 12,9 Wh pro Kilometer. Auf flachem Pendelweg mit normalem Gewicht ist mehr drin, am Berg mit Last weniger. Voll ist der Akku nach rund 5 bis 6 Stunden, über Nacht also kein Thema.
🛴 Aus meinem Praxistest des iScooter T8
Dass die Herstellerreichweite ein Bestwert ist, kenne ich aus eigener Erfahrung: den iScooter T8 bin ich über 200 Kilometer selbst gefahren, mit eigenen Messungen, Fotos und Video. Dort versprach der Hersteller bis zu 100 Kilometer, real kam ich auf 80 bis 90. Beim iX7 habe ich nicht geschätzt, sondern ebenso selbst gemessen, mit rund 56 km real. Plane bei höherer Fahrstufe, Gegenwind oder Kälte einen Puffer ein.
Schlauchlos top, Wetterschutz dünn
Die 10-Zoll-Reifen sind schlauchlos, kein Schlauch, der dir im Wald platzt, dafür Luftpolster für den Komfort. Vorn sitzt ein Stoßdämpfer, hinten eine Doppelfederung, zusammen bügeln sie Feldweg und Kopfsteinpflaster ordentlich glatt. An beiden Rädern packen mechanische Scheibenbremsen zu, im Test 1,15 m Bremsweg aus 20 km/h, ein sehr kurzer Wert. Ein ABS hat nur der teurere Pro, bei einer Vollbremsung auf nassem Laub dosierst du selbst. Das LC-Display mit farbig hervorgehobenen Symbolen bleibt auch bei Sonne klar ablesbar, da gibt es nichts zu meckern. Eine echte Schwäche bleibt: nur IPX4, also Spritzwasserschutz. Bei richtigem Regen stellst du den Scooter besser ab. Blinker sind ab Werk verbaut, die ABE mit der Nummer P708 liegt vor.
Kein Tempomat, und das ist richtig so
Einen aktiven Tempomat hat die deutsche Version bewusst nicht. Paragraf 7 eKFV verlangt, dass die Motorleistung beim Loslassen des Gases innerhalb einer Sekunde auf Null geht. Ein echter Tempomat würde die Leistung halten und wäre damit nicht zulassungskonform. iScooter hat ihn deshalb softwareseitig deaktiviert und handelt rechtlich sauber, anders als mancher Wettbewerber, der trotz deutscher ABE mit Tempomat wirbt. Die ganze Einordnung dazu steht im ausführlichen Test.
Mehr Akku als der teurere Segway
Im Bereich um 700 Euro hat der iX7 einen prominenten Gegenspieler. Der Segway-Ninebot ZT3 Pro D kostet rund 35 Euro mehr und bringt auf dem Papier mehr Rohpower mit: 1600 statt 1200 Watt Peak, 650 statt 500 Watt Nennleistung, dazu 11-Zoll-Reifen und IPX5 statt IPX4. Klingt nach klarem Sieg, ist es aber nicht. Der iX7 lädt 720 Wh ein, satte 123 Wh mehr als die 597 Wh des Segway, und wiegt mit 26 Kilo fast vier Kilo weniger. Wer Reichweite und ein tragbares Gewicht über die letzte Wattzahl stellt, fährt mit dem iScooter günstiger und ausdauernder. Der Segway ist die Wahl, wenn dir Wetterfestigkeit und Antritt wichtiger sind.

Segway-Ninebot ZT3 Pro D
Für wen sich der iX7 lohnt
Der iX7 passt zu dir, wenn du einen ausdauernden Offroad-Scooter mit schlauchlosen Reifen zum reduzierten Kurs suchst und nicht gerade an die 150-Kilo-Zuladungsgrenze stößt. Die große Reichweite und das niedrige Gewicht sind seine Trümpfe. Bei zwei Dingen muss man ehrlich bleiben: kein ABS, nur IPX4. Wer bei jedem Wetter und mit maximaler Bremssicherheit unterwegs sein will, ist woanders besser bedient, dann aber nicht zu diesem Preis. Für trockene Touren und Pendler mit Reichweitenbedarf ist der iX7 ein starkes Angebot. Meine Gesamtnote im Test: 9,2 von 10. Hier geht es zum ausführlichen Test mit allen Messwerten.
Dieses Modell ist Teil meiner iScooter-Markenübersicht: alle Modelle, vier davon selbst gefahren, plus ehrliche Einordnung, wo die Marke spart.
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Gründer von eBike-Crew.de. Er testet E-Bikes und E-Scooter selbst, über Tage bis Wochen im Alltag, nicht auf dem Parkplatz, sondern zur Arbeit, am Berg, bei jedem Wetter.
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