iScooter E9 Aufgerüstet E-Scooter mit Doppelfederung (ABE/eKFV)

Preis-Leistung verstehen →
Reichweite-Ratgeber →
Akku-Ratgeber →
Auf einen Blick
Motor-Ratgeber →
Akku-Ratgeber →
Reichweite-Ratgeber →
Reifen-Ratgeber →
Bremsen-Ratgeber →
Konstruktions-Ratgeber →
Gewichts-Ratgeber →
Zulassungs-Ratgeber →
Preisvergleich
Preisentwicklung
- Analyse externer Testberichte von unabhängigen Fachmagazinen
- Auswertung von Nutzerbewertungen auf verschiedenen Plattformen
- Herstellerangaben und technische Datenblätter
- Fundiertem Fachwissen über E-Scooter-Technologie
Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
iScooter E9 Aufgerüstet E-Scooter mit Doppelfederung (ABE/eKFV) im Produktcheck - Testberichte, Preisvergleich und Experteneinschätzung | eBike-Crew.de
13 Kilo. Das ist die eine Zahl, die den iScooter E9 vom Rest des Pendler-Feldes trennt. Wo der Durchschnitt bei fast 20 Kilo liegt, wuchtest du diesen Roller mit einer Hand ins Treppenhaus. Doppelfederung hinten, aber Wabenreifen statt Luft. Das ist der Deal. Ob der aufgeht, hängt komplett von deinen Wegen ab.
350 Watt reichen für die flache Stadt, nicht für den Berg
Der vordere Nabenmotor bringt 350 Watt Spitzenleistung. Zwei Fahrstufen: Eco riegelt bei 10 km/h ab, Drive bei den gesetzlichen 20 km/h. Auf ebener Strecke zieht der E9 sauber los und hält das Tempo ohne Murren. Bergauf wird es zäh. Ein schwererer Fahrer merkt schon bei moderaten Steigungen, dass die Kraft nachlässt.
Im Segment liegt die Leistung meist höher. 350 Watt sind hier das untere Ende. Als reiner Stadtroller für flaches Terrain reicht das. Für hügelige Wohnlagen ist der E9 die falsche Wahl, ehrlich gesagt.
270 Wh, realistisch um die 14 Kilometer
Der fest verbaute Akku speichert 270 Wh bei 36 Volt. iScooter nennt bis zu 21 Kilometer, gemessen unter Idealbedingungen. Rechne mit dem Faktor 0,7, dann landest du bei etwa 14 bis 15 Kilometern im Alltag. Gegenwind, Steigungen und Kaltstart drücken das weiter. Bei 5 Kilometern pro Strecke reicht das für einen Tag hin und zurück, danach an die Steckdose.
Die Ladezeit liegt bei rund fünf Stunden. Über Nacht kein Thema. Entnehmen lässt sich der Akku nicht, er sitzt fest im Rahmen. Der kleinere Akku ist mit ein Grund für die 13 Kilo Gesamtgewicht. Wer den Scooter regelmäßig in die Bahn oder in den vierten Stock trägt, profitiert davon spürbar.
Federung hinten, Reifen ohne Luft
Hinten arbeitet eine Doppelfederung, vorn ist das Fahrwerk starr. Die Federung nimmt kurze Schläge raus, Bordsteinkanten oder Pflasterfugen etwa. Der Haken sitzt bei den Reifen. Der E9 rollt auf 8,5-Zoll-Honeycomb-Reifen, also gummigefüllten Waben ohne Luftkammer. Pannensicher, keine Frage, die halten fast alles aus.
Nur schlucken sie weniger als echte Luftreifen. Kopfsteinpflaster kommt trotz Federung in den Füßen an. Genau hier liegt der zentrale Kompromiss. Der E9 tauscht Rollkomfort gegen Pannensicherheit und packt eine Federung obendrauf. Auf glattem Asphalt fährt sich das entspannt. Auf ruppigem Untergrund merkst du die Grenzen der kleinen Reifen.
Trommel vorne, E-Bremse hinten
Vorne bremst eine Trommelbremse, hinten eine elektronische Bremse. Rekuperation gibt es nicht, ABS ebenfalls nicht. Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg der E-Bremse, weil sie nicht so bissig zupackt wie eine mechanische Scheibe. Bei Regen solltest du früher vom Gas.
Die ABE ist da, der E9 fährt legal auf Straße und Radweg. Zulassung nach eKFV bis 20 km/h, Versicherungskennzeichen Pflicht, Mindestalter 14. IP54 hält Spritzwasser ab, kurze Regenfahrten sind okay, Dauerregen nicht. LED vorne und hinten plus seitliche Reflektoren erfüllen die StVZO. Klingel dabei.
Was fehlt, fällt schnell auf
Keine App, kein Bluetooth, kein GPS, keine OTA-Updates. Wer sein Handy als Cockpit nutzen oder den Roller kabellos sperren will, schaut in die Röhre. Blinker fehlen ebenfalls. Ein LCD mit Tacho zeigt Tempo und Akkustand, mehr nicht. Ständer, Schutzbleche, USB-Port und höhenverstellbarer Lenker sind auch nicht dabei. Der E9 ist bewusst schlank gehalten. Zuladung bis 120 Kilo, das immerhin überdurchschnittlich für so einen leichten Roller.
Was die Fachpresse sagt
connect testete den E9 im Mai 2024 und attestierte zuverlässige Funktion und angenehmes Fahrgefühl. Gelobt wurden die zügige Beschleunigung, das saubere Halten der 20 km/h auf flacher Strecke und die leichtgängige Lenkung, dazu der mitgelieferte Hardcase am Lenker. Für leichtere Personen und Jugendliche sahen die Tester den Roller gut aufgestellt. Kritik gab es an der schwachen Bergauffahrleistung mit den 350 Watt und daran, dass sich kein Schloss befestigen lässt und eine Diebstahlsicherung fehlt. Alle Testergebnisse und Links im Detail unten.
Für wen der E9 passt
Der iScooter E9 ist ein leichter City-Roller für kurze, flache Strecken auf gutem Belag. Seine Stärken: 13 Kilo Gewicht, pannensichere Reifen und eine Hinterradfederung, die kurze Stöße wegnimmt. Seine klaren Schwächen: schwacher Motor am Berg, magere Reichweite, kleine Reifen und keine Smart-Funktionen. Wer mehr Reichweite, mehr Leistung und echte Luftreifen will, findet mit dem E-Scooter-Vergleich passendere Kandidaten, etwa den NAVEE V40i Pro mit 600 Watt und bis zu 40 km oder den Xiaomi Scooter 6 Lite DE mit Federgabel und 10-Zoll-Luftreifen. Beide wiegen aber gut fünf Kilo mehr. Für die letzte Meile zum Bahnhof, auf glattem Asphalt und ohne große Ansprüche an Ausstattung, erfüllt der E9 seinen Zweck.

NAVEE V40i Pro

Xiaomi Scooter 6 Lite DE
Gründer von eBike-Crew.de. Er testet E-Bikes und E-Scooter selbst, über Tage bis Wochen im Alltag. Modelle, die er nicht selbst fährt, kennzeichnet er offen als Produktcheck auf Basis von Daten und unabhängigen Tests.
E-Scooter Datenblatt
Tests & Bewertungen
Stärken: zügige Beschleunigung, hält 20 km/h auf flacher Strecke problemlos, leichtgängige Lenkung, angenehmes Fahrverhalten, mitgelieferter Hardcase am Lenker, gut für leichtere Personen und Jugendliche.
Schwächen: schwache Bergauffahrleistung bei 350 W, keine Möglichkeit zur Schlossbefestigung, keine Diebstahlsicherung.
Ähnliche Pendler E-Scooter









