Vankel W66 E-MTB Fully





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Vankel W66 E-MTB Fully
Das Vankel W66 richtet sich an Einsteiger, die ein vollgefedertes Fat-Tire-Pedelec zum kleinen Preis suchen — und ausdrücklich nicht an erfahrene Mountainbiker, die technische Trails fahren wollen. Wer ein günstiges Spaßgerät für Feld- und Waldwege braucht und auf Markenkomponenten verzichten kann, findet hier ein ungewöhnliches Angebot.
Heckmotor mit 65 Nm — kein Trail-Antrieb
Der No-Name-Heckmotor liefert 65 Nm Drehmoment bei 48 Volt — auf dem Papier ordentlich, in der Praxis aber mit Einschränkungen. Ein Heckmotor (auch Nabenmotor genannt — der Motor sitzt direkt in der Hinterradnabe) reagiert weniger feinfühlig auf Trittfrequenz-Änderungen als ein Mittelmotor und verlagert das Gewicht nach hinten. Bei steilen Anstiegen auf losem Untergrund kann das Vorderrad leicht werden. Für befestigte Wald- und Feldwege reicht die Leistung, für technisches Gelände fehlt die nötige Traktion und Dosierbarkeit.
648 Wh bei 48 Volt — lange Laufzeit, lange Ladezeit
Der 648-Wh-Akku ist für die Preisklasse großzügig dimensioniert und ermöglicht realistisch 45 bis 75 km Reichweite, je nach Unterstützungsstufe und Gelände. Er ist entnehmbar, was das Laden erleichtert. Die Kehrseite: Mit 7,5 Stunden Ladezeit musst du über Nacht laden — spontanes Nachladen für die Nachmittagsrunde wird knapp. Per Bluetooth lässt sich das LCD-Display mit einer App koppeln, und ein USB-Anschluss zum Laden des Smartphones ist ebenfalls an Bord.
Fat Tires und Vollfederung — Komfort ja, Präzision nein
Die 20×4.0-Zoll-Fat-Tires sind das auffälligste Merkmal dieses Elektrofahrrads. Sie schlucken Unebenheiten, rollen breit und stabil über Sand und Schotter und sehen markant aus. Zusammen mit der Vollfederung entsteht ein komfortables Fahrgefühl auf schlechten Wegen. Aber: Der Stahlrahmen bringt das Gesamtgewicht auf satte 39 kg — beim Fahren fällt das dank Motorunterstützung kaum auf, aber beim Tragen über eine Treppe oder das Verladen ins Auto ist das ein echtes Problem. Die hydraulischen Zoom-Scheibenbremsen sind für die Preisklasse angemessen, aber kein Vergleich zu Shimano oder Tektro. Und die Shimano Tourney 7-Gang-Schaltung ist funktional, bietet aber wenig Bandbreite für wechselndes Gelände. Das zulässige Gesamtgewicht von 180 kg ist dafür ein Pluspunkt — hier haben auch schwerere Fahrer mit Gepäck Reserve.
Vankel W66 vs. Telefunken Aufsteiger M936
Das Telefunken Aufsteiger M936 kostet rund 140 Euro mehr und verfolgt einen anderen Ansatz: klassische 27,5-Zoll-Räder, Aluminium-Rahmen mit nur 23,6 kg, und eine SR Suntour XCM32 Federgabel mit Shimano Altus 8-Gang. Es fährt sich deutlich agiler und leichter als das Vankel, hat aber mit 468 Wh und nur 40 Nm Heckmotor spürbar weniger Ausdauer und Schub. Wer ein wendiges, leichtes Fully für Waldwege sucht, greift zum Telefunken. Wer maximale Reichweite, Fat-Tire-Komfort und ein hohes zulässiges Gesamtgewicht braucht, ist mit dem Vankel besser bedient.
Fazit: Fat-Tire-Spaßgerät mit klaren Grenzen
Das Vankel W66 ist kein echtes Mountainbike im klassischen Sinne — es ist ein vollgefedertes Fat-Tire-Pedelec für Freizeitfahrer, die auf befestigten Feld- und Waldwegen komfortabel unterwegs sein wollen. Die UVP von 1.999 Euro relativiert den aktuellen Straßenpreis deutlich unter 1.500 Euro. Die fehlende StVZO-Zulassung bedeutet, dass du für den Straßenverkehr nachrüsten musst. Und die 39 kg disqualifizieren es für jeden, der sein Rad regelmäßig tragen muss. Aber als reines Spaßgerät für Wochenendtouren im Gelände bietet es in dieser Preisklasse ungewöhnlich viel Akku und Federungskomfort.

Telefunken Aufsteiger M936 E-MTB Fully
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