Telefunken Aufsteiger M936 E-MTB Fully





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Telefunken Aufsteiger M936 E-MTB Fully
Kann ein E-Mountainbike unter 1.500 Euro wirklich ein Fully sein — also Federung vorne und hinten bieten — und trotzdem im Gelände funktionieren? Das Telefunken Aufsteiger M936 verspricht genau das. Aber zwischen Marketing und Trail-Realität liegen oft Welten.
Ananda-Heckmotor mit 40 Nm: Für Waldwege, nicht für Trails
Der Ananda M131 Heckmotor liefert 40 Nm Drehmoment — das ist der niedrigste Wert in dieser Übersicht. Auf befestigten Waldwegen und leichten Schotterpisten reicht die Unterstützung zum entspannten Cruisen. An Steigungen über 10 % gerät der Motor deutlich ins Schwitzen, und auf technischen Trails fehlt die Traktion: Ein Heckmotor schiebt das Hinterrad, statt über das Tretlager die Kette anzutreiben — bei losem Untergrund dreht das Rad schneller durch als bei einem Mittelmotor. Fünf Unterstützungsstufen und Schiebehilfe sind an Bord, wobei du die höchste Stufe auf Steigungen fast dauerhaft brauchst.
468 Wh: Kurze Runden einplanen
Der im Rahmen integrierte Phylion-Akku fasst 468 Wh bei 36 Volt. Telefunken gibt 19–42 km Reichweite an — ehrlich gesagt: Im Gelände mit Höhenmetern und Turbo-Stufe sind 20–25 km realistisch. Für eine zweistündige Runde im Wald reicht das, für Tagestouren nicht. Der Akku lässt sich zum Laden entnehmen, was praktisch ist, wenn das Rad im Keller steht. Ohne Schnellladung solltest du abends daran denken, den Akku ans Netz zu hängen.
Fully-Federung und Ausstattung: Optik vs. Performance
Das Telefunken Aufsteiger kommt mit SR Suntour XCM32 Federgabel und einem Hinterbau-Dämpfer — damit ist es ein vollgefedertes Elektrofahrrad, ein sogenanntes Fully. In der Praxis bedeutet das: Wurzeln und Schlaglöcher werden abgemildert, echtes Downhill-Niveau erreicht die Federung aber nicht. Die SR Suntour XCM32 ist eine Stahlfeder-Gabel ohne Einstellmöglichkeit für dein Körpergewicht — wiegst du deutlich unter oder über 75 kg, arbeitet sie suboptimal. Die Shimano-Altus-Kettenschaltung mit 8 Gängen liefert genug Bandbreite für moderate Höhenunterschiede. Hydraulische Scheibenbremsen von Shimano packen ordentlich zu. Kein Licht, keine Schutzbleche, kein Ständer, keine StVZO-Zulassung: Das Bike ist ein reines Offroad-Sportgerät. Für den Weg zur Arbeit brauchst du nachrüstbare Beleuchtung und Reflektoren.
Vankel W66 als Alternative
Das Vankel W66 kostet rund 140 Euro weniger und bringt dafür einen 65-Nm-Motor mit 648-Wh-Akku auf 48-Volt-Basis — auf dem Papier deutlich mehr Leistung und Reichweite. Allerdings rollen hier 20-Zoll-Fat-Tires auf einem 39-kg-Stahlrahmen: Das ist ein komplett anderes Fahrgefühl, eher Cruiser als Mountainbike. Wer auf klassische 27,5-Zoll-MTB-Geometrie und ein unter 24 kg leichtes Alu-Fully Wert legt, greift zum Telefunken. Wer maximale Akkukapazität und Robustheit über Gewicht stellt, sollte das Vankel W66 E-MTB in Betracht ziehen — echte MTB-Performance liefert keines der beiden Räder.
Fazit: Einsteiger-Fully für leichtes Gelände
Das Telefunken Aufsteiger M936 ist kein Trail-Bike, sondern ein Pedelec für Fahrer, die gelegentlich Wald- und Schotterwege fahren und dabei Federungskomfort vorne und hinten wollen. Die UVP liegt bei 1.800 Euro — der aktuelle Preis deutlich darunter. Das geringe Gewicht von 23,6 kg macht den Transport einfach, aber Motor und Akku limitieren die Einsatzdauer und Steigfähigkeit erheblich. Für ambitioniertes Mountainbiken reicht die Ausstattung nicht — als Spaßgerät für lockere Geländerunden am Wochenende aber durchaus.

Vankel W66 E-MTB Fully

Vankel W66 E-MTB Fully
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