Remington XR01 E-Mountainbike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Remington XR01 E-Mountainbike
550 Wh im Rahmen, 10-Gang-Shimano-Schaltung und hydraulische Bremsen — das Remington XR01 packt für ein Budget-Hardtail erstaunlich viel Ausstattung auf die Waage. Wer ein Elektrofahrrad für Wald- und Schotterwege sucht und dabei nicht über 1.500 Euro ausgeben möchte, findet hier einen der interessanteren Kandidaten. Die UVP liegt bei 2.299 Euro — aktuell ist das E-Mountainbike deutlich günstiger zu haben.
Ananda-Heckmotor mit 50 Nm: Wo reicht er, wo nicht?
Der Ananda M145CD ist ein Heckmotor (auch Nabenmotor genannt — er sitzt direkt in der Hinterradnabe statt am Tretlager). Mit 50 Nm Drehmoment liefert er auf Schotter und moderaten Steigungen ordentlich Schub. Im Vergleich zu einem Mittelmotor fehlt allerdings das natürliche Tretgefühl: Die Unterstützung setzt leicht verzögert ein und fühlt sich eher nach Schieben als nach Verstärkung deiner Tretbewegung an. An steilen Rampen über 15 % Neigung merkst du die Grenzen — der Motor dreht hoch, aber der Vortrieb flacht spürbar ab. Auf Wald- und Feldwegen bis mittlerer Steigung reicht die Leistung aber gut aus.
550-Wh-Akku: Realistisch 40 bis 70 km
Der im Rahmen integrierte Greenway-Akku fasst 550 Wh. Die Herstellerangabe von bis zu 88 km erreichst du nur im Eco-Modus auf flachem Asphalt. Realistisch kommst du im Gelände mit aktivem Profil auf 40 bis 55 km, auf gemischten Wegen mit moderater Unterstützung auf bis zu 70 km. Für eine ausgedehnte Tagestour im hügeligen Mittelgebirge wird das knapp — plane bei über 60 km eine Ladepause ein. Positiv: Der Akku ist im Unterrohr integriert, was den Schwerpunkt tief hält und das Fahrverhalten auf Trails stabilisiert.
Ausstattung: Shimano Cues trifft Zoom-Federgabel
Die Shimano Cues U3020 mit 10 Gängen ist Shimanos neues Einstiegssystem und bietet eine saubere Abstufung für wechselndes Gelände. Die Shimano MT200 ist eine hydraulische 2-Kolben-Bremse mit 180-mm-Scheiben vorne und hinten — für moderate Abfahrten auf Schotter reicht die Bremsleistung, bei langen Abfahrten mit Gepäck kann Fading einsetzen, also ein Nachlassen der Bremskraft durch Überhitzung. Die Zoom-Federgabel mit 100 mm Federweg und Lockout schluckt Wurzeln und Schlaglöcher, lässt sich aber nicht auf dein Körpergewicht einstimmen — leichtere Fahrer federn zu wenig ein, schwerere spüren den Anschlag. Die Kenda Booster 29×2.40 Reifen bieten ordentlich Grip auf losem Untergrund. Nicht dabei: Schutzbleche, Gepäckträger, Beleuchtung — das Bike ist nicht StVZO-konform und braucht für den Straßenverkehr Nachrüstung.
Remington XR01 vs. DERUIZ Trekkingrad und AsVIVA B14
Das DERUIZ Trekkingrad kostet rund 200 Euro mehr, bringt dafür aber 55 Nm, einen größeren 644-Wh-Akku und Schwalbe Smart Sam Reifen mit K-Guard-Pannenschutz mit. Dazu kommen Gepäckträger, Schutzbleche und StVZO-Beleuchtung — wer das Pedelec auch zum Pendeln nutzen will, spart sich damit die Nachrüstung. Das AsVIVA B14 liegt rund 400 Euro über dem Remington, spielt aber in einer anderen Liga: 100 Nm Mittelmotor, 630 Wh LG-Akku, Nabenschaltung mit Rücktritt und volle Alltagsausstattung inklusive Rahmenschloss. Das B14 lohnt sich, wenn du ein Hardtail suchst, das gleichzeitig vollwertiges Alltagsrad ist — beim XR01 bekommst du dafür das sportlichere Setup mit Kettenschaltung und 29-Zoll-Laufrädern.
Unser Fazit zum Remington XR01
Das Remington XR01 bietet im Budget-Segment unter 1.500 Euro eine ungewöhnlich komplette MTB-Ausstattung mit 10-Gang-Shimano und hydraulischen Bremsen. Der Heckmotor ist kein Ersatz für einen Mittelmotor am steilen Berg, liefert aber auf Wald- und Schotterwegen genug Unterstützung für entspannte Ausfahrten. Ohne StVZO-Ausstattung und Gepäckträger ist das Bike klar als Offroad-Pedelec positioniert — wer auch pendeln will, muss nachrüsten oder greift besser zum DERUIZ. Für reine Freizeitfahrer, die ein günstiges 29er-Hardtail mit ordentlicher Reichweite suchen, ist das XR01 ein stimmiges Gesamtpaket.

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