Prophete Stack 2.0 E-Mountainbike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Prophete Stack 2.0 E-Mountainbike
Ein Heckmotor am E-Mountainbike — klingt erstmal nach Kompromiss. Und ja, der Enovation-Hecknabenmotor des Prophete Stack 2.0 liefert kein so natürliches Tretgefühl wie ein Mittelmotor. Aber: 46 Nm bei 48 Volt und ein Preis deutlich unter der UVP von 2.100 Euro machen das Hardtail zu einer der günstigsten Möglichkeiten, mit hydraulischen Scheibenbremsen und 100 mm Federgabel auf Wald- und Forstwege zu kommen. Für wen das Pedelec trotzdem passt und wo die echten Grenzen liegen, schauen wir uns jetzt an.
Enovation-Heckmotor: 46 Nm mit 48-Volt-System
Der Enovation-Motor sitzt in der Hinterradnabe und arbeitet mit 48 Volt statt der üblichen 36 Volt — das höhere Spannungsniveau sorgt für eine etwas direktere Kraftentfaltung bei niedrigeren Drehzahlen. 46 Nm Drehmoment reichen für moderate Anstiege auf Schotter und Forstwegen, an technischen Steilstücken über 15 % merkst du aber die Grenzen. Weil der Motor am Hinterrad sitzt, verlagert sich das Gewicht nach hinten — in steilen Rampen fehlt dir Vorderraddruck, und bei Nässe kann das Vorderrad auf Laub oder Wurzeln wegrutschen. Der Vorteil: Der Heckmotor arbeitet leiser als viele Mittelmotoren und lässt sich beim Treten ohne Unterstützung leichter mitdrehen.
480 Wh: Reicht das für eine MTB-Tour?
Der 480-Wh-Akku sitzt integriert im Unterrohr und hält den Schwerpunkt angenehm tief. Realistisch kommst du auf 30–50 km, je nach Höhenmetern und Unterstützungsstufe. Für eine zweistündige Feierabendrunde im Wald reicht das, für eine ganztägige Mountainbike-Tour wird es aber eng — unter 500 Wh (Wattstunden, die Maßeinheit für die gespeicherte Energiemenge im Akku) musst du auf längeren Touren sparsam mit der Unterstützung umgehen. Die Herstellerangabe von bis zu 58 km ist unter optimalen Bedingungen erreichbar, abseits der Straße im hügeligen Gelände eher nicht. Ein Range Extender ist nicht vorgesehen.
Ausstattung: Offroad-Basics mit klaren Ansagen
Die Shimano Alivio 9-Gang-Kettenschaltung ist eine solide Mittelklasse-Gruppe, die sauber schaltet und genug Bandbreite für Anstiege und schnelle Waldweg-Abfahrten bietet. Die SR Suntour XCT Federgabel mit 100 mm Federweg ist allerdings eine einfache Stahlfedergabel — sie lässt sich nicht auf dein Körpergewicht einstellen und wird bei schnellen, ruppigen Abfahrten unkomfortabel. Die Shimano MT200 hydraulischen Scheibenbremsen sind eine 2-Kolben-Einstiegsbremse: Auf kürzeren Abfahrten packen sie ordentlich zu, bei langen Bergab-Passagen mit über 28 kg Radgewicht plus Fahrer kann Fading auftreten. Continental Double Fighter III Reifen mit Pannenschutz rollen gut auf Schotter und Waldwegen, auf technischen Singletrails fehlt ihnen aber der Grip eines echten MTB-Profils. Das Stack 2.0 kommt ohne Beleuchtung, Schutzbleche und Ständer — als reines Mountainbike-Elektrofahrrad ist das konsequent, für den Weg zur Arbeit musst du nachrüsten.
Prophete Stack 2.0 vs. DERUIZ Trekkingrad E-Mountainbike und AsVIVA B14
Das DERUIZ Trekkingrad E-Mountainbike kostet rund 50 Euro mehr, bietet dafür 55 Nm Heckmotor, einen deutlich größeren 644-Wh-Akku und dazu Komplettausstattung mit Gepäckträger, Schutzblechen und Licht. Wer ein Elektrorad sucht, das Trail und Arbeitsweg kombiniert, bekommt beim DERUIZ mehr Flexibilität — allerdings mit 27,5-Zoll-Laufrädern statt 29 Zoll, was auf grobem Geröll weniger gut rollt. Das AsVIVA B14 liegt rund 250 Euro darüber, bringt aber 100 Nm Ananda-Mittelmotor, 630-Wh-Akku und sogar Rücktrittbremse mit. Die Kehrseite: Wave-Rahmen, Nabenschaltung und Stadtreifen machen das B14 zum komfortbetonten Allrounder, nicht zum Geländefahrrad. Wer wirklich auf unbefestigten Wegen unterwegs sein will, braucht die Kettenschaltung und die Offroad-Reifen des Stack 2.0.
Unser Fazit zum Prophete Stack 2.0
Das Stack 2.0 ist ein günstiger Einstieg ins E-Mountainbike-Segment für Fahrer, die Forstwege und leichte Trails fahren und keinen Premium-Antrieb brauchen. Der Heckmotor ist der offensichtliche Kompromiss — weniger Traktion am Vorderrad, weniger natürliches Fahrgefühl als ein Mittelmotor. Dafür bekommst du mit Alivio-Schaltung und hydraulischen Scheibenbremsen eine brauchbare Basis, auf der du erst mal Erfahrung sammeln kannst. Der 480-Wh-Akku limitiert dich bei langen Touren — plane Strecken unter 40 km ein, dann passt das Energiebudget.

DERUIZ Trekkingrad E-Mountainbike

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