Prophete Dice 1.8 E-Mountainbike





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- Unserem fundierten Fachwissen über E-Bike-Technologie
Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Prophete Dice 1.8 E-Mountainbike
Unter 1.500 Euro ein E-Mountainbike mit integriertem Akku und hydraulischen Scheibenbremsen — geht das? Das Prophete Dice 1.8 zeigt, was im Budget-Segment möglich ist. Aber es zeigt auch, wo Kompromisse nötig werden. Wir haben die Specs durchleuchtet und mit vergleichbaren Hardtails abgeglichen.
Heckmotor mit 40 Nm: Wo reicht das?
Der Enovation-Heckmotor liefert 40 Nm Drehmoment — das ist die untere Grenze für ein E-MTB. Auf Wald- und Schotterwegen in flachem bis leicht hügeligem Gelände funktioniert das ordentlich, bei Steigungen ab 10 % merkst du aber deutlich, dass der Motor an seine Grenzen kommt. Ein Heckmotor (auch Nabenmotor genannt — er sitzt direkt in der Hinterradnabe) hat zudem ein weniger natürliches Tretgefühl als ein Mittelmotor, weil die Kraft nicht über die Kette, sondern direkt aufs Hinterrad geht. Auf lockeren Untergründen wie nassem Laub oder Schotter kann das Hinterrad dadurch eher durchdrehen. Für Waldautobahnen und moderate Trails reichen die 40 Nm, für technisch anspruchsvolles Gelände nicht.
360 Wh: Kurze Leine für Tagestouren
Der im Rahmen integrierte 360-Wh-Akku ist der größte Schwachpunkt dieses Pedelecs. Realistisch kommst du damit auf 20 bis 40 km — je nach Geländeprofil und Unterstützungsstufe. Für eine Feierabendrunde reicht das, für eine ganztägige Tour wird es eng. Der Akku ist fest verbaut, du lädst also nur direkt am Rad. Wer keine Steckdose in der Garage hat, muss das komplette Bike zum Ladepunkt bringen.
Ausstattung: Trail-Basics ohne Extras
Die Shimano-Altus-Kettenschaltung mit 8 Gängen ist solide Einstiegsklasse — sie schaltet zuverlässig, bietet aber weniger Bandbreite als eine 10-Gang-Deore. An steilen Anstiegen fehlt dir der ganz kleine Gang. Die SR Suntour XCT mit 100 mm Federweg ist eine Stahlfedergabel, die sich nicht auf dein Körpergewicht abstimmen lässt. Leichte Fahrer werden wenig Federkomfort spüren, schwere Fahrer tauchen zu tief ein. Die hydraulischen Scheibenbremsen sind ein Pluspunkt in dieser Preisklasse — bei vielen Budget-Konkurrenten findest du nur mechanische Bremsen. Schutzbleche, Licht und Gepäckträger fehlen komplett: Das Dice 1.8 ist als reines Sport-Gerät konzipiert, nicht als Alltagsrad. Die 27,5-Zoll-Kenda-Reifen mit 2,6 Zoll Breite bieten guten Grip auf Schotter und Waldboden.
Prophete Dice 1.8 vs. Agon Alpha und Tretwerk Commander Plus
Das Agon Alpha liegt im gleichen Preissegment, bringt aber 540 Wh Akkukapazität mit — das sind gut 50 % mehr Reichweite. Dazu kommt eine Shimano-Deore-Schaltung mit 10 Gängen, die bei Anstiegen spürbar mehr Abstufung bietet. Wer regelmäßig längere Touren plant, bekommt beim Agon Alpha mehr für sein Geld. Das Tretwerk Commander Plus kostet rund 100 Euro mehr und setzt auf 29-Zoll-Laufräder, die auf geraden Strecken besser rollen, und bringt 504 Wh Akku mit. Dafür erhältst du zwar 24 Gänge, allerdings mit der älteren Shimano Altus M310 — technisch kein Vorteil gegenüber einer modernen 8- oder 10-Gang-Schaltung. Der Vorteil des Prophete: die 100 mm Federgabel gegenüber 80 mm bei beiden Konkurrenten.
Unser Fazit zum Prophete Dice 1.8
Das Dice 1.8 eignet sich für Einsteiger, die ein Elektrofahrrad für gelegentliche Wald- und Schottertouren suchen und bei der Reichweite keine großen Ansprüche stellen. Die 360 Wh sind die deutlichste Einschränkung — wer Tagestouren plant, schaut besser bei der Konkurrenz. Hydraulische Scheibenbremsen und 100 mm Federweg sind in diesem Preissegment nicht selbstverständlich und sprechen für das Prophete. Wer mehr Reichweite und Schaltkomfort braucht, greift zum Agon Alpha.

Agon Alpha E-Mountainbike

Tretwerk Commander Plus E-Mountainbike
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