MBM City E-Bike

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum MBM City E-Bike
Im Budget-Segment unter 1.500 Euro bekommst du bei City-E-Bikes meist einen der drei großen Kompromisse: Frontmotor, Felgenbremsen oder Mini-Akku. Das MBM City E-Bike tritt mit Heckmotor und mechanischen Scheibenbremsen an — fällt aber beim Akku mit nur 378 Wh und beim Motor mit nur 30 Nm hinter die Konkurrenz zurück. Die entscheidende Frage: Reicht das für deinen Alltag?
Etrotek DGW07: 30 Nm — der schwächste Heckmotor im Vergleich
30 Nm Drehmoment sind am unteren Ende dessen, was bei Pedelecs verbaut wird. Für flache Strecken in der Stadt funktioniert das — du spürst eine leichte Unterstützung, die das Anfahren an Ampeln und das Mithalten im Verkehr erleichtert. Sobald eine Brückenauffahrt oder ein Hügel über 5 % kommt, wirst du deutlich stärker mittreten müssen als bei Modellen mit 45 oder 52 Nm. Auch eine Schiebehilfe fehlt — die 26 kg des Elektrofahrrads schiebst du an Rampen oder Treppen komplett manuell.
378 Wh: Für kurze Wege kalkuliert
Der Spard-Akku mit 378 Wh ist im Rahmen integriert, was für eine saubere Optik sorgt. Die realistische Reichweite liegt bei 35–55 km — die Herstellerangabe von bis zu 83 km erreichst du nur im Eco-Modus auf ebenem Asphalt. Für einen Arbeitsweg von 5–10 km einfach reicht das für die ganze Woche, für Strecken über 15 km einfach wird es ab Mitte der Woche eng. Die Ladezeit von 4,5 Stunden ist dafür angenehm kurz — abends anstecken, morgens voll. Da der Akku nicht entnehmbar zu sein scheint, brauchst du eine Steckdose in der Nähe des Abstellplatzes.
Rahmen und Komponenten: Italienisches City-Design mit Einschränkungen
MBM ist ein italienischer Hersteller, der traditionell auf alltagstaugliche Stadträder setzt. Der starre Rahmen ohne Federgabel und ohne gefederte Sattelstütze spart Gewicht und Wartung, bedeutet aber: Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten und schlechte Radwege spürst du ungefiltert. Die Promax DSK 300 sind mechanische Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben vorn und hinten — sie packen bei Trockenheit ordentlich zu, verlangen aber mehr Handkraft als hydraulische Systeme und müssen regelmäßig nachgestellt werden. Die Shimano Acera 7-Gang-Kettenschaltung (Kettenschaltung bedeutet: du musst während des Tretens schalten) bietet ausreichend Abstufung für die Stadt. Komplett mit Schutzblechen, Gepäckträger, StVZO-Licht und Seitenständer — nur ein Rahmenschloss fehlt.
MBM vs. Zündapp Z502 und DERUIZ Peridot
Das Zündapp Z502 kostet rund 210 Euro weniger und bringt einen stärkeren 40-Nm-Motor, einen größeren 522-Wh-Akku, eine Nabenschaltung mit Rücktritt und ein ADAC-Testurteil „Gut“ mit. Die Felgenbremsen sind der einzige klare Nachteil — wer viel bei Regen fährt, profitiert von den Scheibenbremsen des MBM. In allen anderen Punkten bietet das Zündapp mehr fürs Geld. Das DERUIZ Peridot liegt rund 290 Euro darüber, ist ein kompaktes Falt-Pedelec mit hydraulischen Scheibenbremsen, 55 Nm Heckmotor, 500 Wh und dem Testurteil „Gut“ von ElektroRad — eine ganz andere Liga in Sachen Motor und Bremsen, allerdings mit 20-Zoll-Rädern statt 28 Zoll.
Unser Fazit zum MBM City E-Bike
Das MBM hat zwei echte Schwachstellen: den 30-Nm-Motor, der an jeder Steigung ins Schwitzen kommt, und den 378-Wh-Akku, der die Reichweite auf kurze Stadtstrecken limitiert. Die Scheibenbremsen und die solide Grundausstattung können das nicht vollständig kompensieren, besonders weil getestete Alternativen wie das Zündapp Z502 günstiger sind und mehr Leistung bieten. Das MBM kommt nur infrage, wenn dir Scheibenbremsen wichtiger sind als Motorleistung und Reichweite — und du ausschließlich kurze, flache Strecken fährst. Die UVP lag bei 1.899 Euro, aktuell sparst du rund ein Viertel.

Zündapp Z502 City E-Bike

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