KTM Macina Ride 591 E-Mountainbike

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum KTM Macina Ride 591 E-Mountainbike
Das KTM Macina Ride 591 richtet sich an Einsteiger, die ein markenstarkes Hardtail für moderate Wald- und Schotterwege suchen — und dabei nicht auf Bosch-Technik verzichten wollen. Wer allerdings technische Trails mit Wurzelpassagen plant oder ein vollausgestattetes Alltagsrad erwartet, greift besser zu einem anderen Modell.
Bosch Active Line Plus — reicht das am Berg?
Der Bosch Active Line Plus liefert 50 Nm Drehmoment — das ist die Einstiegsklasse im Bosch-Universum. Für Waldwege, moderate Steigungen bis etwa 10 % und entspannte Feierabendrunden reicht das problemlos. An steileren Rampen jenseits der 12 % merkst du aber deutlich, dass der Motor an seine Grenzen kommt — hier trennt sich die Active Line Plus klar vom leistungsstärkeren Performance CX. Das Tretgefühl ist dafür angenehm natürlich: Der Mittelmotor (also ein Motor, der direkt am Tretlager sitzt und die Kette antreibt) sorgt für eine gleichmäßige Kraftverteilung und gute Traktion auch auf losem Untergrund.
500 Wh — wie weit kommst du wirklich?
Der Bosch PowerPack 500 sitzt integriert im Unterrohr und lässt sich zum Laden entnehmen. Realistisch sind je nach Unterstützungsstufe und Höhenprofil 30 bis 70 km — für eine ausgedehnte Nachmittagstour reicht das, bei ambitionierten Ganztagestouren mit viel Höhenmetern wird es allerdings knapp. Wer regelmäßig über 60 km am Stück fährt, sollte mit dem Eco-Modus planen oder einen Zweitakku in Betracht ziehen.
Ausstattung: Solides Mittelfeld mit Kompromissen
Die Shimano Alivio mit 9 Gängen bietet eine ordentliche Bandbreite für welliges Gelände — bergauf findest du immer einen passenden Gang, nur bei sehr steilen Anstiegen wünschst du dir vielleicht einen kleineren. Die SR Suntour XCM mit 100 mm Federweg ist eine Stahlfedergabel, die sich nicht auf dein Körpergewicht einstellen lässt — leichtere Fahrer spüren Unebenheiten stärker, schwerere nutzen den Federweg schneller aus. Die Shimano MT200 Bremsen sind 2-Kolben-Einstiegsbremsen: Auf Schotter und bei moderatem Tempo greifen sie zuverlässig zu, bei langen Abfahrten mit Gefälle spürst du aber Fading, also nachlassende Bremsleistung. Wichtig zu wissen: Beleuchtung, Schutzbleche, Gepäckträger und Ständer fehlen komplett — das Pedelec kommt als reines Sportgerät ohne StVZO-Ausstattung. Für den Arbeitsweg musst du also nachrüsten.
KTM Macina Ride 591 vs. DERUIZ Trekkingrad und AsVIVA B14
Das DERUIZ Trekkingrad kostet rund 400 Euro weniger und bringt dafür einen 644-Wh-Akku, StVZO-Beleuchtung und Schutzbleche ab Werk mit — dafür sitzt ein Heckmotor statt Mittelmotor drin, was sich auf Trails durch weniger natürliches Tretgefühl bemerkbar macht. Lohnt sich, wenn du ein alltagstauglicheres Elektrofahrrad suchst und auf das Bosch-Ökosystem verzichten kannst. Das AsVIVA B14 liegt preislich rund 200 Euro darunter und trumpft mit 100 Nm Drehmoment und 630 Wh auf — allerdings mit Nabenschaltung statt Kettenschaltung und 29 kg Gewicht. Wer maximale Motorpower und Reichweite für Touren will und das Mehrgewicht akzeptiert, findet hier mehr Wumms pro Euro.
Unser Fazit zum KTM Macina Ride 591
Mit dem Bosch Active Line Plus und dem bewährten PowerPack 500 bekommst du ein zuverlässiges Antriebspaket, das KTM in einen sauber verarbeiteten Alurahmen mit Diamant-Geometrie packt. Die UVP liegt bei 2.999 Euro — im Einstiegs-Mittelklasse-Segment zwischen 1.500 und 2.500 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis damit attraktiv. Bedenke aber: Die fehlende Alltagsausstattung bedeutet Nachrüstkosten von 100 bis 200 Euro für Licht, Schutzbleche und Ständer. Für Feierabendrunden auf Wald- und Schotterwegen bei moderatem Höhenprofil ist das Macina Ride 591 eine durchdachte Wahl — für ambitioniertes Trailfahren oder den täglichen Pendlerweg gibt es passendere Alternativen.

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