Kross Lea Boost 1.0 522 E-Mountainbike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Kross Lea Boost 1.0 522 E-Mountainbike
Reicht ein Heckmotor mit 50 Nm für Waldwege und leichtes Gelände — oder brauchst du zwingend einen Mittelmotor? Das Kross Lea Boost 1.0 zeigt, dass ein gut abgestimmter Bafang-Hecknabenmotor auf Wald- und Schotterwegen durchaus Spaß machen kann. Die polnische Traditionsmarke Kross liefert hier ein E-Mountainbike mit 29-Zoll-Rädern, SR-Suntour-Federgabel und Shimano-Hydraulikbremsen — und das unter der UVP von 2.309 Euro.
Bafang H405 — Heckmotor mit klarem Profil
Der Bafang H405 sitzt als Nabenmotor im Hinterrad und liefert 50 Nm Drehmoment. Auf Forststraßen, Schotterwegen und leichten Singletrails reicht das für zügiges Vorankommen. Die Unterstützung setzt gleichmäßig ein, ohne den abrupten Schub mancher günstiger Heckmotoren. Wo du die Grenzen spürst: An steilen Rampen über 15 % fehlt der direkte Zugriff aufs Kettenblatt, den ein Mittelmotor bieten würde. Im Heckmotor wird die Kraft nicht über die Gangübersetzung multipliziert — das bedeutet, dass dir bei niedrigen Geschwindigkeiten am Steilanstieg das Drehmoment am Hinterrad ausgeht. Für Touren mit moderaten Höhenprofilen ist das aber kein Dealbreaker.
522 Wh — realistisch 30 bis 60 km im Gelände
Der entnehmbare Phylion-Akku mit 522 Wh sitzt integriert im Rahmen. Im Gelände mit Steigungen und Turbo-Modus erreichst du realistisch 30 bis 50 km, auf gemischten Strecken mit moderater Unterstützung bis zu 60 km. Die Herstellerangabe von 73 km gilt für flaches Terrain im Eco-Modus. Für Tagestouren über 60 km mit viel Höhenmetern wird es knapp — ein Zweitakku ist nicht als Range-Extender vorgesehen. Das Bafang DP E161 Display zeigt die Basics an, wirkt aber nüchtern und zeigt keine Restreichweite in Kilometern.
Trail-tauglich oder nur Forststraße?
Die SR Suntour XCM32 mit 100 mm Federweg ist eine Stahlfedergabel — sie lässt sich nicht auf dein Körpergewicht abstimmen, schluckt aber grobe Wurzeln und Schlaglöcher ordentlich weg. Die Shimano MT200 sind hydraulische 2-Kolben-Scheibenbremsen mit 180 mm Scheiben vorn und hinten: Für normales Gelände völlig ausreichend, bei langen Abfahrten mit hohem Tempo kann jedoch Fading einsetzen — die Bremsleistung lässt dann spürbar nach. Die Shimano Altus 8-Gang-Kettenschaltung ist solide Einstiegsklasse und schaltet zuverlässig. Die Obor Mike Bear Reifen in 2.25 Zoll bieten ein MTB-typisches Profil. Wichtig: Ohne Licht, Schutzbleche oder Gepäckträger ist das Kross ab Werk nicht StVZO-konform — für den Straßeneinsatz musst du nachrüsten. Mit 20,2 kg ist es allerdings eines der leichteren E-MTBs in dieser Preisklasse.
DERUIZ vs. AsVIVA — die Alternativen im direkten Vergleich
Das DERUIZ E-Mountainbike kostet rund 180 Euro weniger und bringt einen stärkeren Heckmotor mit 55 Nm sowie einen deutlich größeren 644-Wh-Akku. Dafür bekommst du 27,5-Zoll-Räder statt 29 Zoll, was wendiger, aber bei Wurzelpassagen weniger laufruhig ist. Im ElektroRad-Test fiel auf, dass der Aikema-Motor real nur 50 Nm statt der beworbenen 55 Nm lieferte. Mit Schutzblechen und Gepäckträger ist das DERUIZ allerdings deutlich alltagstauglicher. Das AsVIVA B14 liegt preislich auf gleichem Niveau, setzt aber auf einen Ananda-Mittelmotor mit 100 Nm — ein enormer Vorteil am Berg. Dafür wiegt es mit 29 kg deutlich mehr, rollt auf 28-Zoll-Touring-Reifen und ist mit Nabenschaltung, Gepäckträger und Vollkettenschutz eher ein komfortables Allround-Pedelec als ein MTB. Wenn dir Geländeperformance wichtiger ist als Alltagsausstattung, passt das Kross besser.
Unser Fazit zum Kross Lea Boost 1.0
Das Lea Boost 1.0 ist ein leichtes, geländetaugliches E-Hardtail für Fahrerinnen, die Waldwege und Schotterpisten lieben, aber keine aggressiven Trails fahren. Der Bafang-Heckmotor arbeitet gleichmäßig, die Shimano-Hydraulikbremsen packen sicher zu, und mit 20 kg trägt sich das Rad auch mal über eine Treppe. Die Stahlfedergabel und das schlichte Display verraten die Preisklasse, schränken aber die Funktion nicht wesentlich ein. Wer mehr Motorpower am Berg braucht, greift zum AsVIVA B14 mit Mittelmotor — wer mehr Reichweite will, zum DERUIZ mit 644 Wh.

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