KOOLUX Trekking E-Bike





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- Unserem fundierten Fachwissen über E-Bike-Technologie
Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum KOOLUX Trekking E-Bike
720 Wh Akkukapazität für deutlich unter 1.500 Euro — das ist die größte Überraschung am KOOLUX Trekking E-Bike. In dieser Preisklasse bieten die meisten Konkurrenten 400 bis 550 Wh, während das KOOLUX mit seinem riesigen Energiespeicher auf dem Papier eine ganz andere Reichweite verspricht. Doch ein großer Akku allein macht noch kein gutes Elektrofahrrad.
Heckmotor mit 60 Nm — ausreichend für flaches Terrain
Der Hecknabenmotor liefert 60 Nm Drehmoment, was für ein Trekking-Pedelec im Budget-Segment ein ordentlicher Wert ist. Auf flachen Strecken und moderaten Steigungen bis etwa 6–8 % schiebt der Motor angenehm gleichmäßig. Im Vergleich zu einem Mittelmotor fehlt dem Nabenantrieb allerdings das natürliche Tretgefühl — die Unterstützung setzt leicht verzögert ein und fühlt sich eher nach „Schieben“ als nach „eigener Kraft“ an. An steilen Rampen über 10 % spürst du deutlich, dass 60 Nm für ein 27,3 kg schweres Rad mit Fahrer und Gepäck an ihre Grenzen kommen.
720 Wh — Reichweitenkönig mit Einschränkung
Der 48-V-Akku mit 720 Wh ist in dieser Preisklasse konkurrenzlos groß. Realistisch erreichst du damit 50–70 km bei moderater Unterstützung, in der niedrigsten Stufe auch mal 80 km. Die Herstellerangabe von bis zu 85 km ist für flaches Gelände mit wenig Gegenwind durchaus realistisch. Der Akku sitzt integriert im Rahmen und lässt sich zum Laden entnehmen — praktisch, wenn das Rad im Keller steht und die Steckdose in der Wohnung ist. KOOLUX gibt leider keinen Akku-Markenhersteller an, was die Langzeitqualität schwer einschätzbar macht.
Bremsen und Schaltung: Sparprogramm mit Folgen
Die mechanischen Scheibenbremsen sind der größte Kompromiss des KOOLUX. Im Vergleich zu hydraulischen Scheibenbremsen brauchen sie mehr Handkraft und bieten weniger Dosierbarkeit — bei Nässe verlängert sich der Bremsweg spürbar. Für ein 27,3 kg schweres Rad mit bis zu 120 kg Gesamtgewicht (also Rad plus Fahrer plus Gepäck) wären hydraulische Bremsen die sicherere Wahl. Die Shimano Tourney 7-Gang-Kettenschaltung ist Einstiegsklasse: Sie schaltet funktional, verlangt aber alle 2.000–3.000 km Reinigung und Schmierung der Kette. Kein Rahmenschloss bedeutet, dass du immer ein separates Schloss mitführen musst. Positiv: Schutzbleche, Gepäckträger, Seitenständer und StVZO-Beleuchtung sind ab Werk dabei.
KOOLUX gegen Stadtfalter und Telefunken
Der Stadtfalter AsVIVA liegt preislich auf Augenhöhe und bringt ein Rahmenschloss sowie eine gefederte Sattelstütze mit — zwei Komfortdetails, die dem KOOLUX fehlen. Dafür hat der Stadtfalter nur 504 Wh und einen schwächeren Bafang-Motor mit 45 Nm. BikeX bewertete das verwandte AsVIVA-Modell mit „gut“ (667 Punkte) und lobte das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Telefunken Multitalent RC830 kostet rund 100 Euro weniger, nutzt aber einen Frontmotor mit nur 41 Nm — der bei Nässe auf glattem Untergrund schnell die Traktion am Vorderrad verliert. Außerdem bremst das Telefunken mit V-Brakes (Felgenbremsen), was bei Regen den Bremsweg verdoppelt.
Großer Akku, schmales Budget — passt das?
Das KOOLUX überzeugt mit seinem außergewöhnlich großen 720-Wh-Akku und einem fairen Preis weit unter der UVP von 2.200 Euro. Für Pendler auf flachen Strecken bis 20 km einfach ist die Reichweite mehr als ausreichend. Die mechanischen Scheibenbremsen und das niedrige zGG von nur 120 kg sind allerdings echte Schwachpunkte — wer über 80 kg wiegt, hat mit Rad und Tasche kaum noch Spielraum. Dieses Trekkingrad empfiehlt sich für leichte Fahrer mit überwiegend flachem Einsatzgebiet, die maximale Reichweite zum kleinen Preis suchen.

Stadtfalter AsVIVA

Telefunken Multitalent RC830 Trekking E-Bike
Weitere Trekking-E-Bikes zwischen 1.000 und 1.500 Euro
Im Budget-Segment zwischen 1.000 und 1.500 Euro findest du weitere Trekking-Pedelecs mit kompletter Alltagsausstattung — einige davon mit hydraulischen Bremsen und stärkeren Motoren.
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