KOOLUX Trekking E-Bike





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- Unserem fundierten Fachwissen über E-Bike-Technologie
Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum KOOLUX Trekking E-Bike
Ein Trekking-E-Bike mit 720 Wh für deutlich unter 1.500 Euro und weit unter der UVP von 2.200 Euro — das klingt nach einem Schnäppchen, und tatsächlich ist der riesige Akku das stärkste Argument für das KOOLUX. Was du dafür in Kauf nimmst und wo die Konkurrenz bessere Karten hat, zeigt der genaue Blick auf die Ausstattung.
Heckmotor mit 60 Nm — Schub von hinten
Der Nabenmotor im Hinterrad liefert 60 Nm Drehmoment und arbeitet mit einem 48-Volt-System. Das fühlt sich beim Anfahren etwas anders an als ein Mittelmotor: Die Unterstützung setzt leicht verzögert ein, schiebt dann aber konstant. Für flache Radwege und Steigungen bis etwa 6 % reicht das gut — wer regelmäßig steilere Anstiege bewältigen muss, wird spüren, dass der Antrieb bei hoher Last ins Schwitzen kommt. Ein Vorteil des Heckmotors ist die geringere Belastung der Kette, was die Lebensdauer des Antriebsstrangs verlängert.
720 Wh — so viel Akku bietet sonst keiner im Budget-Segment
Die 720 Wattstunden des integrierten Akkus sind in der Klasse unter 1.500 Euro praktisch konkurrenzlos. Realistisch fährst du damit 50–70 km bei mittlerer Unterstützung auf gemischtem Terrain. Wer überwiegend im Eco-Modus auf flachen Strecken pendelt, kann auch die 80-km-Marke knacken. Der Akku lässt sich zum Laden aus dem Rahmen nehmen — ein Pluspunkt für alle, die das Rad draußen oder im Keller abstellen und den Akku bequem in der Wohnung laden wollen. Der Hersteller nennt leider keinen Zellenproduzenten, weshalb Aussagen zur Langzeitqualität (etwa Kapazitätsverlust nach 500 Ladezyklen) schwierig sind.
Ausstattung: Komplett, aber mit Kompromissen
Schutzbleche, Gepäckträger, Seitenständer und StVZO-konforme Beleuchtung — das KOOLUX kommt als fertiges Alltagsrad. Der Wave-Rahmen mit tiefem Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen, besonders mit schwerem Rucksack oder in Alltagskleidung. Die Shimano Tourney Kettenschaltung mit 7 Gängen ist Einstiegsniveau: funktional, aber nicht besonders präzise beim Schalten unter Last. Die Kette (statt Riemen) verlangt regelmäßige Pflege alle 2.000–3.000 km. Am deutlichsten spürst du die Budgetklasse bei den mechanischen Scheibenbremsen — sie stoppen das Rad zwar zuverlässig, brauchen aber mehr Handkraft als hydraulische Bremsen und müssen regelmäßig nachgestellt werden. Das zGG von nur 120 kg ist der größte limitierende Faktor: Wer selbst 85 kg wiegt, hat mit dem 27,3 kg schweren Rad nur noch knapp 8 kg für Gepäck übrig.
Stadtfalter und Telefunken als Alternativen
Der Stadtfalter AsVIVA kostet praktisch gleich viel, bietet aber ein deutlich höheres zGG von 150 kg und ein integriertes Rahmenschloss. Sein 504-Wh-Akku reicht für 50–70 km, was für die meisten Pendlerstrecken genügt — nur Langstreckenfahrer vermissen die Extra-Kapazität des KOOLUX. BikeX vergab dem verwandten AsVIVA-Modell „gut“ mit 667 Punkten. Das Telefunken Multitalent RC830 ist nochmal rund 100 Euro günstiger, arbeitet aber mit einem Frontmotor (41 Nm) und V-Brakes — eine Kombination, die bei nassen Bedingungen die Traktion vorne reduziert und den Bremsweg an den Felgen verdoppelt. Testberichte.de beschrieb das Telefunken als „Preisknaller mit Einschränkungen“, was die Felgenbremsen und die 3-Gang-Schaltung betrifft.
Viel Reichweite, wenig Zuladung
Das KOOLUX Trekking E-Bike ist ein Reichweiten-Spezialist zum kleinen Preis — sein 720-Wh-Akku übertrifft alles in der Budgetklasse. Für leichte Fahrer bis 75 kg, die überwiegend flach und auf befestigten Wegen unterwegs sind, ist das ein starkes Argument. Die Grenzen zeigen sich bei der Zuladung, den mechanischen Bremsen und der fehlenden Herstellertransparenz beim Akku. Als günstiges Pendler-Pedelec mit Extra-Reichweite funktioniert das KOOLUX — als vollwertiges Tourenrad für schwere Fahrer oder bergiges Terrain nicht.

Stadtfalter AsVIVA

Telefunken Multitalent RC830 Trekking E-Bike
Weitere Trekking-E-Bikes zwischen 1.000 und 1.500 Euro
Wenn dir 720 Wh nicht das wichtigste Kriterium sind, findest du im Budgetbereich zwischen 1.000 und 1.500 Euro Trekking-Pedelecs mit hydraulischen Bremsen, höherem zGG oder stärkeren Motoren.
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