Kalkhoff Entice 1.B Move 2025 (545 Wh)

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Unsere Einschätzung zum Kalkhoff Entice 1.B Move 2025 (545 Wh)
Produktcheck von Alexander Haselhoff · zuletzt geprüft am 18. April 2026
Für unter 2.200 Euro bekommst du hier Kalkhoff-Verarbeitung, Bosch-Mittelmotor und einen echten 545-Wh-Akku — das Entice 1.B Move 2025 ist der Einstieg in die Kalkhoff-Welt für preisbewusste Trekking-Fahrer. UVP liegt bei 2.999 Euro, aktuell rund 800 Euro Abschlag. Die Frage ist, an welchen Stellen Kalkhoff sichtbar gespart hat.
Bosch Performance Line mit 75 Nm
Der Bosch Performance Line Mittelmotor mit Smart System liefert 75 Nm Drehmoment — nicht die 85 Nm des Performance CX, aber deutlich spürbar mehr als Hecknabenmotoren in vergleichbaren Preisklassen. Für flaches bis mittelhügeliges Gelände völlig ausreichend, an 12%-Steigungen mit Packtaschen merkst du allerdings, dass fehlende 10 Nm eher ein Nachteil sind als gedacht. Der Motor ist Bosch-typisch leise und feinfühlig dosierbar über den Drehmomentsensor. Das Bosch Intuvia 100 Display ist klein, übersichtlich und smart-system-kompatibel — wer dagegen Navigation und Farbanzeige will, vermisst das Kiox 300 der Premium-Modelle.
545 Wh im externen Akku — 50 bis 75 km real
Der Bosch PowerPack 545 sitzt außen am Unterrohr — das macht ihn leicht zugänglich und einfach zu entnehmen, optisch aber weniger integriert als ein PowerTube 800 im Rahmen. Herstellerangabe 49 bis 109 km deckt sich mit realistischen 50 bis 75 km im Tour-Modus auf gemischtem Terrain. Für den täglichen Pendlerweg bis 20 km einfach reicht eine Ladung über eine Woche, für Tagestouren über 80 km mit Gegenwind wird es eng. Das 4-Ampere-Bosch-Ladegerät lädt den Akku in rund vier Stunden voll — schneller als die meisten 2-Ampere-Konkurrenten.
Acera 8-Gang, Tektro T280 und kein Kiox
Hier wird deutlich, wo Kalkhoff spart. Shimano Acera 8-fach ist zwei Stufen unter Deore und eine unter Alivio — 8 Gänge mit begrenzter Bandbreite. Am steilen Berg mit Gepäck fehlt der kleine Gang, den Deore oder XT 10- und 12-fach bieten würden. Die Tektro T280 2-Kolben-Bremsen mit 180 mm vorne und 160 mm hinten sind Einstiegsklasse — bei längeren Abfahrten mit Packtaschen droht Fading (Bremskraftverlust durch Hitzeentwicklung). 4-Kolben-Bremsen wären hier langfristig die sicherere Wahl. Die SR Suntour NVX Gabel mit 100 mm Federweg ist einstellbar, aber eher Stahlfeder-Niveau — Feintuning nach Fahrergewicht ist nicht möglich. Schwalbe Smart Sam in 54 mm auf 27,5 Zoll macht das Elektrofahrrad agiler als 28er-Konkurrenten. Mit 27,1 kg kein Fliegengewicht, aber okay für die Preisklasse. Frontlicht nur mit 40 Lux — nachts auf unbeleuchteten Strecken zu wenig.
Peers: Kathmandu und Quadriga im Vergleich
Das Cube Kathmandu Hybrid ONE 800 kostet rund 600 Euro mehr, liefert dafür aber den Bosch CX (85 Nm), 800-Wh-Akku und den MYBIKE-Testsieger-Titel „Touren-E-Bike 2025“. Wer Akku-Reichweite und mehr Motorleistung braucht, zahlt den Aufpreis sinnvoll. Das Kettler Quadriga CX10 LG liegt preislich ähnlich wie das Entice und bietet ebenfalls Bosch CX mit 85 Nm und 625 Wh. Stiftung Warentest gibt 2,2 — lobt Motor und Akku, kritisiert harte Federung. Direkter Konkurrent: Wer die 85 Nm des CX wichtig findet, greift zum Kettler statt zum Kalkhoff.
Unsere Einschätzung
Das Kalkhoff Entice 1.B Move ist der solide Einstieg in Bosch-Trekking zum Preis unter 2.200 Euro. Für Flachland-Pendler mit moderatem Kilometerbudget eine ehrliche Wahl. Nicht für dich, wenn du häufig steile Anstiege mit Gepäck fährst oder längere Tagestouren planst — dann sind Kathmandu oder Quadriga mit CX-Motor die bessere Investition.

Cube Kathmandu Hybrid ONE 800 2025

Kettler Quadriga CX10 LG (625) 2025
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Gründer von eBike-Crew.de. Er testet E-Bikes und E-Scooter selbst, über Tage bis Wochen im Alltag. Modelle, die er nicht selbst fährt, kennzeichnet er offen als Produktcheck auf Basis von Daten und unabhängigen Tests. Mehr über mich →
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