JOBOBIKE 20 Zoll Faltrad





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum JOBOBIKE 20 Zoll Faltrad
360 Wh Akkukapazität in einem E-Faltrad — das klingt nach wenig, und es ist wenig. Für Tagestouren über 50 km reicht das definitiv nicht. Aber genau hier liegt das Missverständnis: Das JOBOBIKE 20 Zoll Faltrad ist kein Tourenrad, sondern ein Pendler-Pedelec für die letzte Meile. Und für diesen Einsatzzweck — Bahnhof bis Büro, Wohnung bis Supermarkt — sind 25 bis 50 km realistischer Reichweite mehr als genug.
45 Nm Heckmotor — der Pendler-Antrieb
Der Hecknabenmotor liefert 45 Nm und arbeitet im Flachen leise und gleichmäßig. Im Vergleich zu den 40-Nm-Motoren vieler Kompakt-Konkurrenten hast du hier etwas mehr Reserve für moderate Steigungen — Brückenrampen und Parkhaus-Auffahrten schafft er ohne Probleme. An echten Hügeln mit über 8 % Steigung spürst du allerdings die Grenzen deutlich. Ein Hecknabenmotor (also ein Motor direkt im Hinterrad) überträgt die Kraft nicht über die Kette, sondern direkt — das bedeutet weniger Kettenverschleiß, aber auch ein weniger natürliches Tretgefühl als bei einem Mittelmotor.
360 Wh Samsung-Zellen — bewusst kurz gehalten
Der entnehmbare 360-Wh-Akku im Sitzrohr nutzt Samsung-Zellen und reicht realistisch für 25 bis 50 km. Die UVP lag bei 3.099 Euro — im aktuellen Budget-Segment unter 1.500 Euro ist die Kapazität ein typischer Kompromiss. Für den täglichen Pendlerweg von 8 bis 12 km pro Strecke lädst du alle zwei bis drei Tage. Wer mehr Reichweite braucht, sollte zu Modellen mit 468 Wh oder mehr greifen — dafür wird es aber auch schwerer und teurer.
Faltmechanismus, Ausstattung und Gewicht
Mit 22 kg ist das Kompaktrad faltbar, aber nicht leicht — im dritten Stock ohne Aufzug ist das ein täglicher Kraftakt. Im Kofferraum oder im ICE-Einstieg funktioniert das Format aber gut. Die hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen sind in dieser Preisklasse selten und bieten deutlich bessere Dosierung als die mechanischen Bremsen der Konkurrenz. Die Shimano 7-Gang-Kettenschaltung deckt den Stadtbereich ab, am steileren Anstieg fehlt aber ein kleinerer Gang. Schutzbleche, Gepäckträger, Beleuchtung und Ständer sind ab Werk montiert — StVZO-konform, du steigst auf und fährst los. Die Zoom-Federgabel ist eine einfache Stahlfeder ohne Einstellmöglichkeit — grobe Stöße werden abgemildert, auf dein Körpergewicht abstimmen kannst du sie nicht. Bluetooth-Anbindung und App-Steuerung runden das Elektrofahrrad ab.
JOBOBIKE gegen bergsteiger London und smartEC Camp-20D
Das bergsteiger London kostet rund 270 Euro mehr und bringt dafür einen 468-Wh-Akku mit — realistisch 10 bis 15 km mehr Reichweite pro Ladung. Dafür wiegt es 25 kg und hat mechanische statt hydraulische Scheibenbremsen. Die schmalen CST-Reifen (1.25 Zoll) bieten weniger Komfort als die breiten 2.125-Zoll-Pneus des JOBOBIKE. Wenn du mehr Reichweite brauchst und das Mehrgewicht beim Tragen nicht stört, ist das London eine Option. Das smartEC Camp-20D liegt rund 200 Euro darunter und bietet mit 562 Wh den größten Akku im Vergleichsfeld — realistisch 45 bis 90 km. Die breiteren Kenda-Reifen und die gefederte Sattelstütze erhöhen den Komfort. Der Kompromiss: Mechanische Tektro-Scheibenbremsen statt Hydraulik bieten weniger Dosierung und mehr Handkraft am Hebel, vor allem bei Nässe.
Fazit: Kompakter Kurzstrecken-Pendler mit Hydraulik-Vorteil
Das JOBOBIKE 20 Zoll Faltrad ist ein ehrliches Pendler-Pedelec: hydraulische Scheibenbremsen, komplette Alltagsausstattung und ein faltbares Format für den kombinierten Weg mit ÖPNV. Die 360 Wh begrenzen den Einsatz bewusst auf Kurzstrecke — und genau dafür ist das Faltrad konzipiert. Wer längere Touren plant, braucht mehr Akku. Per App und Bluetooth lässt sich das Display konfigurieren, ein nettes Extra in der Budget-Klasse. Kein Rahmenschloss vorhanden — ein separates Faltschloss gehört ins Zubehör-Budget.

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