HITWAY Trekking E-Bike





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- Unserem fundierten Fachwissen über E-Bike-Technologie
Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum HITWAY Trekking E-Bike
31 kg Leergewicht und ein Heckmotor statt Mittelmotor — das HITWAY Trekking E-Bike startet auf dem Papier mit zwei klaren Nachteilen. In der Praxis relativiert sich das Bild allerdings deutlich: Der 60-Nm-Heckmotor schiebt kräftig an, der riesige 864-Wh-Samsung-Akku liefert Reichweiten, die selbst manche Pedelecs der doppelten Preisklasse nicht bieten, und die Komplettausstattung mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger macht das Elektrofahrrad sofort alltagstauglich. Die UVP liegt bei 3.400 Euro — aktuell ist das Rad im Budget-Segment unter 1.500 Euro zu haben.
60-Nm-Heckmotor: Überraschend kräftig mit Einschränkungen
Der Hecknabenmotor liefert 60 Nm Drehmoment — für einen Nabenmotor ein überdurchschnittlicher Wert, der auf flachen Strecken und moderaten Steigungen bis etwa 8 % spürbar unterstützt. Der Unterschied zum Mittelmotor: Ein Heckmotor sitzt in der Hinterradnabe statt am Tretlager und kann die Gangschaltung nicht nutzen, um das Drehmoment zu übersetzen. Das merkst du an steileren Rampen, wo ein Mittelmotor effizienter arbeiten würde. Dafür läuft der Heckantrieb flüsterleise und schiebt beim Anfahren angenehm direkt an. Die Shimano-7-Gang-Kettenschaltung bietet für flaches bis leicht hügeliges Terrain genug Bandbreite — am Berg fehlt allerdings der kleine Rettungsgang.
864 Wh Samsung-Akku: Reichweite als Trumpfkarte
Mit 864 Wh gehört der Samsung-Akku zu den größten im gesamten Budget-Segment. Realistisch erreichst du damit 80 bis 140 km, je nach Unterstützungsstufe, Wind und Profil — die Herstellerangabe von bis zu 173 km gilt nur unter Idealbedingungen im Eco-Modus. Für Pendler bedeutet das: Selbst bei 20 km pro Strecke kommst du locker durch die Arbeitswoche ohne Zwischenladen. Der Akku sitzt am Gepäckträger und ist entnehmbar, du kannst ihn also bequem in der Wohnung laden. Die 48-Volt-Architektur sorgt für gleichmäßige Leistungsabgabe auch bei niedrigem Ladestand. Nachteil: 7 Stunden Ladezeit sind lang.
Ausstattung: Vieles an Bord, manches fehlt
Das Trekkingrad kommt StVZO-konform mit LED-Beleuchtung, Schutzblechen vorne und hinten, Gepäckträger und Seitenständer. Der Wave-Tiefeinstieg erleichtert das Auf- und Absteigen. Die 26-Zoll-Räder mit 3.0er-Bereifung (76 mm breit) rollen komfortabel über Unebenheiten und Kopfsteinpflaster. Die mechanischen Scheibenbremsen verzögern ordentlich, bieten aber nicht die feine Dosierbarkeit hydraulischer Bremsen — bei langen Abfahrten mit 31 kg Radgewicht plus Fahrer wirst du mehr Handkraft brauchen. Ein Rahmenschloss fehlt, du brauchst immer ein separates Schloss. Und bei 120 kg zulässigem Gesamtgewicht (zGG) bleiben für eine Person mit 85 kg nur 4 kg für Gepäck und Zubehör — das ist extrem knapp.
Alternativen im Vergleich: Stadtfalter AsVIVA und Telefunken Multitalent RC830
Der Stadtfalter AsVIVA kostet rund 30 Euro mehr und bietet dafür 28-Zoll-Räder, ein integriertes Rahmenschloss und 4 kg weniger Gewicht. Der Akku ist mit 504 Wh allerdings fast halb so groß. Das Telefunken Multitalent RC830 ist rund 70 Euro günstiger, bringt aber einen schwächeren Frontmotor mit nur 41 Nm und Felgenbremsen mit. Dafür wiegt es nur 26 kg und hat eine wartungsarme 3-Gang-Nabenschaltung.
Fazit: Reichweitenriese mit Gewichtskompromiss
Das HITWAY Trekking E-Bike ist das richtige Rad für Pendler und Tourenfahrer, die maximale Reichweite im Budget-Segment suchen und das hohe Gewicht akzeptieren können. Die 864 Wh sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse. Wer das Pedelec täglich in den dritten Stock tragen muss, sollte allerdings weitersuchen — 31 kg sind auf Dauer ein Kraftakt. Die mechanischen Scheibenbremsen und das niedrige zGG von 120 kg sind die Hauptkompromisse, die du für den günstigen Preis eingehst.

Stadtfalter AsVIVA

Telefunken Multitalent RC830 Trekking E-Bike
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