Hercules Nos SUV 2.1

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Hercules Nos SUV 2.1
26 kg Leergewicht und grobstollige 2,6-Zoll-Reifen auf einem Trekking-Rad klingen nach Kompromiss — wie soll sich das auf Asphalt bitte flott fahren lassen? Das tut es auch nicht. Aber das Hercules Nos SUV 2.1 will das auch gar nicht. Wer Nebenstrecken, Feldwege und ruppige Forstwege als Hauptrevier sieht und trotzdem straßentauglich unterwegs sein will, bekommt hier ein ehrliches SUV-Pedelec mit MTB-Substanz. UVP 4.999 Euro, aktuell mittelklasse um 2.700 Euro. Die 2.1 ist die Top-Ausstattung der Nos-SUV-Reihe mit SLX 12-Gang und den stärksten Bremsen.
Shimano EP8 — Gelände-Motor im Trekking
Der Shimano EP8 mit 85 Nm ist eigentlich ein MTB-Motor. Im Hercules passt er perfekt zur Ausrichtung: knackige Anfahrunterstützung, feine Abstufung im Trail-Modus und spürbar sparsamer im Eco als der Bosch CX. Ein Nachteil bleibt: Das Shimano-SC-E6100-Display ist funktional, zeigt Fahrstatistiken und Akkustand, bietet aber keine Navigation und keine App-Anbindung auf Bosch-Kiox-Niveau. Wer das Smartphone unterwegs zum Routenplaner braucht, nutzt eine separate Halterung.
630 Wh Simplo-Akku — solide, aber nicht länger als nötig
Der 630-Wh-Akku reicht laut Hersteller 44 bis 101 km. Realistisch planen wir 55 bis 80 km im gemischten Einsatz — die breiten Schwalbe Johnny Watts in 2,6 Zoll rollen auf Asphalt merklich schwerer als klassische 50-mm-Trekking-Reifen und kosten Reichweite. Der Akku ist entnehmbar. Ärgerlich: Nur ein 2-A-Ladegerät liegt bei — eine volle Ladung dauert knapp 8 Stunden. Wer nach Tagestouren schnell wieder los will, rüstet auf ein Bosch-taugliches 4-A-Modell nach (Shimano-kompatibel).
SLX 12-Gang und 203er-Bremsen — echte MTB-Komponenten
Der Unterschied zur 2.2-Variante liegt hier: Die Shimano SLX RD-M7100 12-fach hat eine 10-51er-Kassette — das gibt dir am steilen Berg mit Gepäck genug Reserve, dass du auch bei 20-%-Rampen nicht mehr in die Pedale stemmen musst. Die SLX ist einen Schritt hochwertiger als die Deore der 2.2 — robuster, präziser beim Schalten, langlebiger. Die MT7120 4-Kolben-Bremsen mit 203er-Scheiben vorn und hinten sind klare MTB-Technik: volle Reserven für Abfahrten mit Gepäck, kein Fading. Die RockShox 35 Gold Luftfedergabel mit 120 mm Federweg lässt sich auf Körpergewicht einstellen und sperren. 150 kg zGG gibt genug Spielraum für Fahrer plus Gepäckträger-Last.
Vergleich: Trekking-Flaggschiffe um 2.700 Euro
Das Cube Kathmandu Hybrid ONE 800 kostet ähnlich viel, bringt 800 Wh statt 630 Wh, gefederte Sattelstütze und wurde MYBIKE-Testsieger 2025 — aber nur Cues 10-Gang und 100 mm Federgabel statt 120 mm. Wer primär flacher fährt und Reichweite braucht, ist mit dem Cube besser bedient. Das Kalkhoff Endeavour 5 Advance + kostet rund 300 Euro mehr, war Stiftung-Warentest-Testsieger 2024 mit Note 1,8 und bringt 170 kg zGG — aber ebenfalls nur 625 Wh, 80 mm Federweg und Deore 10-Gang. Wer maximale Stabilität für schwere Beladung oder Anhänger will, greift zum Kalkhoff.
Unsere Einschätzung
Das Hercules Nos SUV 2.1 ist das richtige Bike, wenn dein Tourenprofil viel Schotter, Waldboden und grobe Wege enthält. Die SLX-12-Gang-Schaltung und die 203er-4-Kolben-Bremsen heben es deutlich über die 2.2 — wer regelmäßig Alpentouren oder Trails mit Höhenmetern fährt, bekommt die Reserven spürbar serviert. Nicht geeignet ist es als reines Straßenrad für Pendler: Die Stollenreifen sind auf Asphalt laut und träge. Keine App, keine Navigation, langsames Ladegerät — das sind die Ökosystem-Abstriche für die MTB-Substanz. Wer das akzeptiert, bekommt einen der kompromisslosesten SUV-Tourer unter 3.000 Euro.

Cube Kathmandu Hybrid ONE 800 2025

Kalkhoff Endeavour 5 Advance + 2025
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