HAOQI Antelope Dual-Akkus Lasten E-Bike 2.0

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum HAOQI Antelope Dual-Akkus Lasten E-Bike 2.0
30 kg Leergewicht und 20-Zoll-Räder — das klingt erst mal nicht nach einem Tourenrad. Und trotzdem steckt im HAOQI Antelope ein Konzept, das in seiner Preisklasse kaum Konkurrenz hat: zwei Akkus mit zusammen 1.200 Wh, ein kräftiger Bafang-Heckmotor und ein zulässiges Gesamtgewicht von 190 kg. Das Elektrofahrrad ist weniger Langstrecken-Tourer im klassischen Sinn, sondern ein kompakter Lastesel für alle, die viel transportieren und trotzdem weit kommen wollen.
Bafang-Heckmotor mit 85 Nm: Kraft für schwere Fracht
Der Bafang Geared Hub sitzt im Hinterrad und liefert 85 Nm Drehmoment — einen Wert, den du sonst eher bei Mittelmotoren findest. In der Praxis bedeutet das: Auch mit 30 kg Einkauf auf dem Gepäckträger zieht das Pedelec an Steigungen bis etwa 10 % noch spürbar mit. Darüber hinaus merkst du allerdings, dass ein Nabenmotor (also ein Motor direkt in der Radnabe) kein Getriebe nutzen kann — der Wirkungsgrad sinkt, und du musst selbst mehr Kraft aufbringen. Auf flachen Strecken und moderaten Hügeln ist der Antrieb dafür angenehm leise und direkt.
Doppelakku mit 1.200 Wh: Reichweite ohne Kompromisse
Zwei Samsung-Akkus mit je 600 Wh sind im Rahmen integriert und einzeln entnehmbar. Realistisch erreichst du mit beiden Akkus zusammen 80–120 km, je nach Unterstützungsstufe und Beladung. Das ist im Segment unter 2.000 Euro außergewöhnlich. Wer nur kurze Strecken fährt, kann auch mit einem einzelnen Akku starten — das spart Gewicht. Die Ladezeit für beide zusammen liegt allerdings bei rund 10 Stunden, eine Schnellladefunktion fehlt.
Fat Tires und 7-Gang: robust, aber limitiert
Die 20×4.0-Zoll-Fat-Tires schlucken Schlaglöcher und Bordsteinkanten gut, machen das Bike aber träge bei höheren Geschwindigkeiten. Die Shimano Tourney 7-Gang-Kettenschaltung ist Einstiegsklasse: Am Berg fehlt dir ein richtig kleiner Gang, und bei Abfahrten geht dir schnell die Übersetzung aus. Die GEMMA-Hydraulikbremsen packen für den Alltagseinsatz ordentlich zu — bei langen Abfahrten mit voller Beladung solltest du aber regelmäßig dosiert bremsen, um Fading vorzubeugen. Schutzbleche, Gepäckträger und StVZO-Beleuchtung sind ab Werk dabei, ein Rahmenschloss fehlt allerdings — du brauchst also immer ein separates Schloss.
HAOQI Antelope vs. Prophete Geniesser 4.0 und DERUIZ Peridot Comfort
Im Vergleich zum Prophete Geniesser 4.0 bekommst du beim HAOQI die dreifache Akkukapazität (1.200 vs. 360 Wh) und 15 Nm mehr Drehmoment. Dafür bietet das Prophete einen AEG-Mittelmotor mit natürlicherem Tretgefühl, 28-Zoll-Laufräder für besseren Geradeauslauf und eine elektronische Shimano-Nabenschaltung — das klassischere Trekking-Paket. Wer primär Reichweite und Zuladung braucht, greift zum HAOQI. Wer ein ausgewogenes Tourenrad mit kultiviertem Antrieb sucht, ist beim Prophete besser aufgehoben. Das DERUIZ Peridot Comfort liegt preislich ähnlich, bringt aber nur 500 Wh und 55 Nm mit — dafür lässt es sich zusammenfalten und wiegt 2,5 kg weniger. Wenn Platzsparen im Keller oder in der Bahn Priorität hat, ist das DERUIZ die bessere Wahl.
Unser Fazit zum HAOQI Antelope
Das HAOQI Antelope füllt eine Nische, die kaum ein anderes Pedelec in dieser Preisklasse bedient: maximale Reichweite und hohe Zuladung in einem kompakten Format. Die Fat Tires und 20-Zoll-Räder machen es wendig in der Stadt, kosten aber Laufruhe auf langen Geraden. Für Pendler, die täglich schwere Einkäufe transportieren und 40+ km Strecke haben, ist das Antelope ein echter Problemlöser. Wer dagegen sportliche Touren auf Feldwegen plant, sollte zu einem Bike mit größeren Laufrädern und besserem Schaltwerk greifen.

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