Haibike Lyke CF SE E-Bike Fully Navy/Brons

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Haibike Lyke CF SE E-Bike Fully Navy/Brons
Ambitionierte Trail-Fahrerinnen und Fahrer, die ein leichtes E-Mountainbike mit natürlichem Fahrgefühl suchen, sind die Zielgruppe des Haibike Lyke CF SE. Wer dagegen maximale Motorpower für steile Uphills braucht oder ein Bike mit 800-Wh-Akku für Ganztagestouren will, ist hier falsch — das Lyke setzt bewusst auf Leichtbau statt Brachialleistung. Mit 18,6 kg ist es eines der leichtesten E-Fullys am Markt und fährt sich spürbar anders als die schweren Bosch-CX-Boliden: agiler, wendiger, näher am Bio-Bike-Gefühl.
Fazua Ride 60 — der Leichtbau-Antrieb
Der Fazua Ride 60 liefert 60 Nm Drehmoment — deutlich weniger als die 85 Nm eines Bosch CX, aber genau das ist Absicht. Fazua-Motoren sind auf natürliches Tretgefühl optimiert: Die Unterstützung setzt sanft ein und hört oberhalb von 25 km/h kaum spürbar auf. Der Motor wiegt nur rund 1,9 kg und ist damit etwa halb so schwer wie ein Bosch CX. In der Praxis bedeutet das: An moderaten Steigungen bis 12 % unterstützt der Fazua souverän, an steileren Rampen mit 15 %+ musst du aber deutlich mehr Eigenleistung bringen als bei einem 85-Nm-System. Im externen Test des E-MOUNTAINBIKE Magazins erhielt die Lyke-Plattform die Note 1,3 — gelobt wurden Agilität und Fahrdynamik.
430 Wh — Leichtbau geht auf Kosten der Reichweite
Der Fazua-Akku mit 430 Wh sitzt integriert im Unterrohr und lässt sich nicht entnehmen — Laden geht also nur direkt am Pedelec. Realistisch kommst du auf 30 bis 69 km, je nach Unterstützungsstufe und Höhenmetern. Für eine Feierabendrunde mit 800 Höhenmetern reicht das, bei alpinen Tagestouren mit 2.000+ Hm wird es eng. Ein Range Extender ist nicht verfügbar — wer mehr Reichweite braucht, muss häufiger im Eco-Modus fahren oder auf ein Bike mit größerem Akku wechseln.
Premium-Fahrwerk im Carbon-Kleid
Der Carbonrahmen spart gegenüber Aluminium gut 500 Gramm und steift das Bike spürbar aus — Lenkimpulse kommen direkter am Trail an. Die Fox 36 Float Factory mit 140 mm Federweg gehört zur Spitzenklasse und lässt sich in Zug- und Druckstufe fein auf Fahrergewicht und Terrain abstimmen. Die SRAM XX Eagle T-Type AXS schaltet kabellos und elektronisch — kein Nachstellen, keine Zugreibung, jeder Gangwechsel sitzt. Die Shimano XTR M9120 sind 4-Kolben-Bremsen mit 203/180-mm-Scheiben — absolute Referenzklasse bei Dosierbarkeit und Biss. Schwäche: Ohne Beleuchtung, Schutzbleche und Gepäckträger ist das Elektrofahrrad ein reines Sportgerät. Und der Carbonrahmen verzeiht harte Steinschläge weniger als Aluminium — ein Rahmenschutz ist Pflicht.
Lyke CF SE vs. Bulls Copperhead EVO AM5 und Haibike ALLTRAIL 10
Das Bulls Copperhead EVO AM5 verfolgt die komplett entgegengesetzte Philosophie: Bosch CX mit 85 Nm, 800-Wh-Akku, TRP-4-Kolben-Bremsen — maximale Power und Reichweite, dafür aber 25,8 kg. Wenn du lange Touren mit viel Höhenmeter fährst und den Motor als Hauptantrieb nutzt, ist das Bulls die bessere Wahl. Das Haibike ALLTRAIL 10 liegt preislich deutlich unter dem Lyke und kombiniert den gleichen CX Gen5 mit 800-Wh-Akku im Alu-Rahmen — das ergibt mehr Reichweite und Motorpower, aber eben auch 5+ kg mehr auf der Waage. Das ALLTRAIL lohnt sich, wenn Reichweite und Uphills im Vordergrund stehen; das Lyke, wenn Agilität und Fahrdynamik Priorität haben.
Unser Fazit zum Haibike Lyke CF SE
18,6 kg für ein Fully-E-MTB mit 140 mm Federweg — das Lyke CF SE spielt in einer eigenen Gewichtsklasse. Wer ein Bio-Bike-nahes Fahrgefühl mit dezenter Motorunterstützung sucht, bekommt hier die aktuell überzeugendste Kombination aus Leichtbau und Trail-Performance. Die 430-Wh-Reichweite begrenzt die Einsatzlänge, und der Carbonrahmen verlangt pfleglichen Umgang. Dafür erhältst du ein E-MTB, das bergab vergessen lässt, dass ein Motor verbaut ist — und bergauf gerade genug hilft, um den Trail-Spaß zu verlängern.

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