Haibike Allmtn 4

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Preisentwicklung
- Herstellerangaben und technischen Datenblättern
- Analyse externer Testberichte von unabhängigen Fachmagazinen
- Auswertung von Nutzerbewertungen und Community-Erfahrungen
- Unserem fundierten Fachwissen über E-Bike-Technologie
Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Haibike Allmtn 4
Reicht ein Yamaha-Motor im E-MTB-Fully, oder muss es für ernsthaftes Trail-Fahren zwingend Bosch CX sein? Das Haibike Allmtn 4 beantwortet die Frage mit 85 Nm aus dem Yamaha PW-X3, 160 mm Federweg vorne und einem UVP-Abschlag von rund 40 Prozent — das macht es zu einem der günstigsten Einstiege ins All-Mountain-Segment. Wer bisher mit dem Gedanken gespielt hat, über die Hobby-Trail-Klasse hinauszugehen, findet hier ein Bike ohne die üblichen 5.000-Euro-Einstiegsbarriere.
Motor: Yamaha PW-X3 mit direktem Ansprechverhalten
Der PW-X3 liefert wie ein Bosch CX 85 Nm, reagiert aber anders: spontaner beim Antritt mit dem Automatic Support Mode, etwas lauter unter Last. Aus unserer Erfahrung mit dem PW-X3 auf technischen Trails: Für technische Uphills mit kurzen, kräftigen Impulsen ist der Motor spürbar direkter als ein CX, bei langen Schleppern jenseits 15% fällt die Leistungsabgabe aber etwas früher ab. Schnellladefahigkeit ist in dieser Preisklasse selten — am mitgelieferten Yamaha-4A-Lader bist du in rund 4 Stunden wieder bei 100%.
Akku: 720 Wh InTube für reale Trail-Reichweite
Mit gemessenen MTB-Verbrauchswerten um 10–12 Wh/km laut EMTB-Magazin liegst du bei rund 60–70 km auf technischen Trails mit 1.500 Höhenmetern. Für Tagestouren in den Alpen oder zwei kompakte Trail-Sessions pro Ladung reicht das sicher. Ein Range Extender lässt sich laut Herstellerangabe nachrüsten, was Mehrtagestouren ohne Steckdose ermöglicht. Der InTube-Akku ist entnehmbar und damit auch in der Wohnung ladbar.
Fahrwerk & Antrieb: RockShox Yari + SLX 12-fach
Die RockShox Yari RC mit 160 mm Federweg ist eine solide Luftgabel ohne Charger-Dämpfer — auf groben Abfahrten merkst du im direkten Vergleich zu einer Lyrik oder Fox 36, dass sie in schnellen Schlagabfolgen weniger Kontrolle bietet. Die Shimano SLX 12-fach schaltet präzise mit großer Bandbreite und ist die typische Trail-Referenz, die Deore BR-M6120 4-Kolben mit 203-mm-Scheiben packen zuverlässig zu. Maxxis Minion DHF/DHR II in 2,5/2,6 sind eine ausgewachsene Enduro-Reifenkombi. Kein Licht, keine Schutzbleche — reines Sportgerät ohne StVZO-Zulassung. Damit scheidet das Bike für den Arbeitsweg aus, für Trail-Shuttles und Bikepark-Einsatz ist es die logische Wahl.
Konkurrenten im Bosch-Lager
Das 2024 kostet rund 100€ mehr, bietet dafür Carbon-Rahmen, Fox-34-Gabel, XT-Bremsen und Bosch CX mit 750-Wh-Akku — laut EMTB-Magazin ein exzellenter Allrounder mit allerdings durchschnittlichem Fahrwerk auf garstigen Abfahrten. Das 2024 liegt rund 500€ unter dem Haibike (ADAC-Testsieger 2023 mit Note 1,9), hat aber nur Deore 11-fach und Magura MT Thirty statt SLX/Deore-4-Kolben. Entscheidungshilfe: Wer Bosch-Ökosystem, Kiox und Carbon priorisiert, zahlt beim SLX 750 drauf. Wer direktes Motoransprechen und 20 mm mehr Federweg vorne will, bekommt hier mit Yamaha-Charakter das trailigere Bike.
Unser Urteil
Das Haibike Allmtn 4 ist das richtige Trail-Fully für Einsteiger ins Enduro-nahe Segment, die 160 mm Federweg und ein direktes Motoransprechen wollen — und mit der Yari-Gabel auf rauen Abfahrten leben können. Wer Bosch-Kompatibilität mit Kiox und App-Features braucht, oder auf harten Trails mehr Fahrwerks-Reserve will, ist bei den Cube-Stereo-Varianten besser aufgehoben.
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