Ghost E-Bike 29″ Path Rot CF/LC Full Party L Grey/Brown

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Ghost E-Bike 29″ Path Rot CF/LC Full Party L Grey/Brown
Unter 20 kg für ein E-Mountainbike mit Vollgefederung — das Ghost Path Rot CF/LC gehört zu den leichtesten E-Fullys auf dem Markt. Der Grund ist die Kombination aus Carbon-Rahmen und Fazua Ride 60, einem der kompaktesten und leichtesten Motorsysteme überhaupt. Wer ein Elektro-Mountainbike sucht, das sich auch ohne Unterstützung wie ein normales Bike anfühlt, findet hier eine seltene Kombination im Premium-Segment.
Fazua Ride 60 — dezente Power statt Brachialgewalt
Der Fazua Ride 60 liefert 60 Nm Drehmoment — das klingt bescheiden neben den 85 Nm eines Bosch CX, verfolgt aber ein anderes Konzept. Fazua setzt auf ein besonders natürliches Tretgefühl: Die Unterstützung setzt sanft ein und ebbt ebenso sanft ab, der Übergang zwischen Motor-an und Motor-aus ist kaum spürbar. In der Praxis merkst du die Grenzen erst an wirklich steilen Rampen über 15 %, wo dir die letzten Nm zum entspannten Hochklettern fehlen. Auf flowigen Trails und langen Anstiegen bis mittlerer Steilheit ist der Fazua aber genau richtig — du fährst aktiv mit, statt vom Motor geschoben zu werden.
430 Wh — für Trail-Touren kalkulieren
Der fest im Unterrohr integrierte 430-Wh-Akku reicht realistisch für 25 bis 50 km, je nach Höhenmetern und Unterstützungsstufe. Für eine ausgedehnte Tagestour mit 1.500 Höhenmetern wird das knapp — hier musst du die Eco-Stufe clever einsetzen oder zwischendurch ohne Motor fahren, was dank des geringen Gewichts tatsächlich Spaß macht. Der Akku ist nicht entnehmbar (Laden nur am Rad), dafür sitzt das Gewicht optimal tief und zentral. Ein Range Extender ist nicht verfügbar, du bist also auf die 430 Wh festgelegt.
Fox 38, XTR und Maxxis MaxxGripp — Trail-Ausstattung auf Top-Niveau
160 mm Federweg vorne an der Fox 38 Float Factory und eine Shimano XTR-Schaltung (die leichteste und präziseste Schaltgruppe von Shimano) zeigen klar: Dieses Pedelec ist für anspruchsvolle Trails gebaut, nicht für Forstwege. Die Shimano XT-Bremsen packen an langen Abfahrten sicher zu, und die Maxxis-MaxxGripp-Reifen bieten hervorragenden Halt auf nassem Untergrund. Eine StVZO-Ausstattung fehlt komplett — kein Licht, keine Schutzbleche, kein Gepäckträger. Das ist bei einem Trail-Fully normal, aber als Alltagsrad taugt es nicht ohne Nachrüstung. Das Fazua-Display im Oberrohr ist minimalistisch, bietet aber einen USB-C-Anschluss.
Bulls Copperhead EVO AM5 und Leaderfox Fully im Vergleich
Das Bulls Copperhead EVO AM5 kostet rund 400 Euro mehr und verfolgt mit dem Bosch CX und 800 Wh ein komplett anderes Konzept: mehr Drehmoment, deutlich mehr Reichweite, aber auch 25,8 kg statt 19,9 kg. Wer lange Touren mit viel Höhenmetern fährt und auf maximale Unterstützung setzt, greift zum Bulls. Das Leaderfox Fully liegt rund 1.000 Euro unter dem Ghost und bietet mit dem Panasonic GX Ultimate sogar 95 Nm, wiegt mit 27,8 kg und Alu-Rahmen aber fast 8 kg mehr. Für den Bikepark oder technische Anstiege ist das Leaderfox die günstigere Wahl — wer ein leichtes, vielseitiges Trail-Bike will, das auch ohne Motor funktioniert, landet beim Ghost.
Unser Fazit zum Ghost Path Rot CF/LC
Das Ghost Path Rot ist ein Spezialisten-Bike: 19,9 kg, Carbon, Fazua, Fox 38 und XTR bilden ein Paket, das sich anfühlt wie ein analoges Trail-Fully mit eingebautem Rückenwind. Die UVP von 9.000 Euro relativiert sich beim aktuellen Straßenpreis deutlich. Die Zielgruppe sind erfahrene Fahrer, die aktiv pedalieren wollen und den Motor als dezente Reserve sehen — nicht als Hauptantrieb. Wer maximale Motorleistung und Reichweite erwartet, wählt ein anderes Konzept.

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