GASGAS TRA 6 2024

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum GASGAS TRA 6 2024
Für unter 2.500 Euro bekommst du hier ein vollgefedertes E-Mountainbike mit 130 mm Federweg, 12-Gang-SRAM-Eagle-Schaltung, 4-Kolben-SRAM-DB8-Bremsen und 630-Wh-Akku — das GASGAS TRA 6 2024 unterbietet vergleichbar ausgestattete Fullys deutlich. GASGAS kommt eigentlich aus dem Motocross-Segment und hat diese DNA auch ins E-MTB-Programm übertragen. Für Trail-Einsteiger und Preisbewusste eröffnet das eine Option, die sonst erst ab 3.000 Euro losgeht. Wer StVZO-Ausstattung, App-Anbindung oder langes Uphill mit maximaler Motorpower erwartet, muss aber andere Kandidaten prüfen.
Yamaha PW-ST: 70 Nm für Trail-Einsteiger
Der Yamaha PW-ST Mittelmotor liefert 70 Nm Drehmoment — 15 Nm weniger als ein Bosch CX. Auf dem Trail merkst du das bei steilen, technischen Uphills über 15 % Steigung: Der PW-ST hält die Kraft länger konstant, greift aber weniger brachial ein. Wer regelmäßig Alpenpässe oder schwere Trail-Sessions fährt, wünscht sich mehr Punch. Für flaches bis mittelschweres Trailgelände oder als Einstieg in die E-MTB-Welt reicht die Leistung vollkommen. Das Yamaha Display A LCD ist rein analog — keine App, kein Bluetooth. Wer sein Training trackt oder Firmware aus der Cloud erwartet, findet das spartanisch.
630 Wh Simplo-Akku: kurze Leine für lange Trails
Der Simplo 630 liefert 630 Wh. Klingt solide, ist im E-MTB-Kontext aber eher knapp — der Hersteller nennt 32 bis 63 km Reichweite, und das ist realistisch. Auf einer ambitionierten Trail-Session mit vielen Höhenmetern und vollem Motoreinsatz kratzt du schnell an der unteren Grenze. Für einen halben Tagesausflug auf heimischen Trails reicht es, für Enduro-Touren mit mehreren Shuttles oder ganztägige Alpencross-Etappen ist ein 750-Wh-Akku die solidere Wahl. Der Simplo-Schnelllader mit 4A lädt zügig, Schnellladung im technischen Sinne gibt es aber nicht.
Ausstattung: wo GASGAS klug priorisiert hat
Das wirkliche Highlight: SRAM SX Eagle mit 12 Gängen, SRAM DB8 4-Kolben-Bremsen mit 200 mm Scheibe vorne und RockShox Recon Silver RL Solo Air mit 130 mm Federweg. Diese Komponenten-Wahl ist für die Preisklasse bemerkenswert. Die 4-Kolben-DB8 hat auf langen Abfahrten deutlich mehr Hitzereserve als eine 2-Kolben-Shimano-MT200, bevor Fading (Bremsnachlass durch Überhitzung) einsetzt. Die Continental Cross King in 2.30 Zoll sind ein ehrlicher Cross-Country-Reifen — für richtig ruppige Enduro-Trails würdest du breitere, griffigere Reifen (etwa 2.50 Zoll Maxxis) bevorzugen. Schwäche: Keine StVZO-Zulassung, kein Licht, keine Schutzbleche, kein Ständer — reines Sportgerät. Wer zwischendurch auf öffentlichen Radwegen fahren will, muss alles nachrüsten.
Vergleich: Cube Stereo Hybrid 120 Pro vs. Stereo Hybrid 140 HPC
Das bringt Bosch CX (85 Nm) und 625 Wh ins Rennen — für rund 350 Euro mehr bekommst du den stärkeren Motor und das etablierte Bosch-Ökosystem. Der EMTB-Test lobte das Preis-Leistungs-Verhältnis, kritisierte aber das einfache Fahrwerk und Shimano-Mittelklasse-Bremsen. Wer Bosch-Power will, fährt hier besser. Das ist ADAC-Testsieger (1,9) mit Carbon-Hybrid-Rahmen, 750 Wh und 150 mm Federweg — ambitionierter aufgestellt. BIKE Magazin gab Testsieg 2024 für die Plattform. Der Aufpreis von rund 700 Euro gegenüber dem GASGAS ist eine Ansage, aber die Ausstattung rechtfertigt ihn für ambitionierte Fahrer.
Unsere Einschätzung
Das GASGAS TRA 6 lohnt sich für Trail-Einsteiger, die maximale Trail-Hardware pro Euro wollen und auf App-Integration oder Straßenzulassung verzichten können. Die SRAM-DB8 und 12-Gang-Eagle sind für die Preisklasse bemerkenswert. Schwäche: Akku-Reichweite und Motor-Drehmoment sind Kompromisse — für ambitionierte Alpentouren würden wir den Aufpreis zum Cube Stereo Hybrid 120 Pro investieren. Wer aber in die E-MTB-Welt einsteigen will und kein Bosch-Logo braucht, bekommt hier viel Bike für wenig Geld.
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