Fischer MONTIS M100 711 E-Mountainbike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Fischer MONTIS M100 711 E-Mountainbike
Brose Drive S Mag mit 90 Nm und ein 711-Wh-Akku — das sind Specs, die man sonst in E-Mountainbikes jenseits der 3.000-Euro-Marke findet. Das Fischer MONTIS M100 packt diesen Antrieb in ein 29er-Hardtail mit RockShox-Gabel und SRAM-Eagle-Schaltung. Die UVP liegt bei 3.699 Euro, der aktuelle Preis deutlich darunter. Damit ist dieses Elektrofahrrad eines der stärksten Angebote im Einstiegs-Mittelklasse-Segment für Trail-Einsteiger.
Brose Drive S Mag: Der leise Kraftprotz
Der Brose Drive S Mag gehört zu den leistungsstärksten Mittelmotoren am Markt. 90 Nm Drehmoment bedeuten: Steile Waldwege, Wurzelpassagen bergauf und technische Anstiege bis 15 % sind kein Problem — der Motor unterstützt gleichmäßig und ohne die ruckartigen Leistungsspitzen mancher Konkurrenten. Besonderer Vorteil: Brose-Motoren arbeiten mit einem Riemengetriebe statt Zahnrädern im Inneren, weshalb sie deutlich leiser laufen als die meisten Bosch- oder Shimano-Systeme. In der Praxis fällt das vor allem auf ruhigen Waldwegen auf. Ein Nachteil: Das Brose-Servicenetz in Deutschland ist kleiner als bei Bosch — nicht jeder Fahrradhändler um die Ecke kann den Motor warten.
711 Wh für ganztägige Trail-Abenteuer
Der im Unterrohr integrierte 711-Wh-Akku ist ein echtes Pfund. Realistisch reicht das für 43–70 km im Gelände, je nachdem wie viel Höhenmeter du sammelst und wie intensiv du die Unterstützung nutzt. Für eine ausgedehnte 4-Stunden-Tour im Mittelgebirge mit 1.000 Höhenmetern sollte das in mittlerer Stufe ausreichen. Der Akku ist entnehmbar — praktisch zum Laden in der Wohnung, und bei längeren Mehrtagestouren könntest du einen Zweitakku mitnehmen. Die Ladezeit liegt bei rund 5–6 Stunden für eine Vollladung.
Trail-Ausstattung: RockShox, SRAM Eagle, Maxxis Rekon
Die RockShox JUDY TK Air mit 100 mm Federweg ist eine Luftfedergabel — das heißt, du kannst den Luftdruck auf dein Körpergewicht abstimmen (anders als bei günstigen Stahlfedergabeln). Für Wald- und Schotterwege reicht das gut, bei gröberen Steinfeldern oder Drops merkt man die Grenzen eines Einsteiger-Modells. Die SRAM SX Eagle 1×12 bietet eine riesige Bandbreite mit nur einem Kettenblatt — du schaltest intuitiv ohne Umwerfer. Die 4-Kolben-Bremsen (Shimano BR-MT410) mit 180/160-mm-Scheiben packen auch auf steilen Abfahrten zuverlässig zu. Kein StVZO-Zubehör ab Werk: Wer das MTB auch im Alltag nutzen will, muss Licht, Schutzbleche und Reflektoren nachrüsten. Mit 28 kg Gewicht ist das Rad im Gelände kein Leichtgewicht — bergauf merkt der Motor das kaum, beim Tragen über Hindernisse aber du.
Fischer MONTIS M100 vs. DERUIZ E-Mountainbike vs. AsVIVA B14
Das DERUIZ E-Mountainbike kostet rund 400 Euro weniger, setzt aber auf einen Hecknabenmotor mit 55 Nm statt Mittelmotor. Im Gelände bedeutet das weniger Traktion am Hinterrad bei Nässe und ein weniger natürliches Tretgefühl — für Waldautobahnen okay, für technische Trails der falsche Antriebstyp. Das AsVIVA B14 liegt rund 200 Euro unter dem Fischer und hat sogar 100 Nm Drehmoment (Ananda-Mittelmotor), allerdings mit 28-Zoll-Laufrädern und Nabenschaltung — eher ein komfortables Alltagsrad als ein echtes Mountainbike. Wer wirklich auf Trails unterwegs sein will, braucht die Kombination aus 29er-Rädern, Luftfedergabel und 1×12-Schaltung des Fischer.
Unser Fazit zum Fischer MONTIS M100
Das MONTIS M100 ist ein Einstiegs-E-Mountainbike, das bei Motor und Akku auf Oberklasse-Niveau spielt. Der Brose Drive S Mag mit 90 Nm und die 711 Wh machen es zum stärksten Antriebspaket unter 2.500 Euro. Die Maxxis-Rekon-Reifen und die RockShox JUDY sind für Wald- und Schotterwege gut gewählt, für verblocktes alpines Gelände fehlen Reserve beim Federweg und bei den Reifen. Als erstes ernsthaftes Trail-Pedelec oder als kräftiger Begleiter für hügelige Tagestouren im Mittelgebirge ist das Fischer eine starke Wahl.

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