Eleglide Mopride 2 29 Zoll

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Eleglide Mopride 2 29 Zoll
Ein E-Mountainbike mit hydraulischen Bremsen, 648-Wh-Akku und 100 mm Federweg für unter 800 Euro — was bekommst du für diesen Preis wirklich? Das Eleglide Mopride 2 in 29 Zoll liefert auf dem Papier eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse selten ist. Wer allerdings anspruchsvolle Singletrails erwartet, stößt beim Heckmotor und der Budget-Federgabel an klare Grenzen. Dieses E-MTB ist ein Forstweg-Bike mit Offroad-Optik — und genau dafür funktioniert es.
Heckmotor mit 55 Nm — Forstwege ja, technische Trails nur bedingt
Der 250-Watt-Heckmotor liefert 55 Nm Drehmoment und schiebt dich auf Schotterwegen und moderaten Anstiegen bis 8 % ordentlich nach vorne. An steileren Rampen mit losem Untergrund zeigt sich allerdings der Nachteil des Heckantriebs: Das Hinterrad tendiert bei Nässe und Geröll zum Durchdrehen, weil der Motor direkt in der Nabe sitzt statt am Tretlager. Ein Mittelmotor hätte hier die bessere Traktion. Die Schiebehilfe ist beim Eleglide dabei — praktisch, wenn du das 25-kg-Rad am steilen Waldweg mal schieben musst. Die 21-Gang-Shimano-Schaltung (Tourney/Altus-Mix) bietet eine breite Übersetzungsbandbreite, die Schaltqualität liegt aber spürbar unter Shimano Deore oder Cues.
648 Wh — großer Akku mit langer Ladezeit
Mit 648 Wh gehört der im Unterrohr integrierte Akku zu den größten in der Budget-MTB-Klasse. Realistisch sind 40 bis 70 km Reichweite im Gelände — wer überwiegend Eco fährt und flache Forstwege wählt, kommt an die 90 km heran. Die Kehrseite: 11 Stunden Ladezeit. Das bedeutet, du lädst über Nacht und hast keine Option für schnelles Nachladen unterwegs. Der Akku lässt sich entnehmen, was das Laden in der Wohnung erleichtert.
Hydraulische Bremsen und 100 mm Federweg — die Highlights
Die hydraulischen XOD-Scheibenbremsen sind das stärkste Argument für das Mopride 2 in dieser Preisklasse. Wo die Konkurrenz unter 800 Euro fast immer mechanische Bremsen verbaut, bietet Eleglide dosierbare Bremskraft mit weniger Handkraft — besonders auf langen Abfahrten ein echter Sicherheitsvorteil. Die Federgabel mit 100 mm Federweg schluckt Wurzeln und Schlaglöcher auf Forstwegen ordentlich, ist aber nicht auf dein Körpergewicht einstellbar — bei Fahrern unter 65 oder über 90 kg spricht sie entweder zu hart oder zu weich an. Kein Gepäckträger, keine Schutzbleche, kein Ständer und keine StVZO-Konformität — als Alltagsrad brauchst du Nachrüstteile.
Mopride 2 gegen Touroll J1 — MTB-Optik gegen Alltagstauglichkeit
Der Touroll J1 ST kommt aus der Trekking-Kategorie und wurde von TechStage mit einer Empfehlung ausgezeichnet. Mit Gepäckträger, Schutzblechen und StVZO-Konformität ist er sofort alltagstauglich, bietet allerdings nur 45 Nm, mechanische Bremsen und 80 mm Federweg. Wer ein Rad für Forstwege und gelegentlichen Alltagseinsatz sucht, bekommt mit dem Touroll das ausgewogenere Paket. Der Touroll J1 in der Diamant-Variante bietet dieselben Specs mit sportlicherer Sitzposition — ebenfalls rund 70 Euro günstiger als das Mopride 2. Das Eleglide gewinnt bei Bremsen und Federweg, die Tourolls bei Alltagsausstattung und Gewicht.
Unser Fazit zum Eleglide Mopride 2 in 29 Zoll
Hydraulische Bremsen und ein 648-Wh-Akku für unter 800 Euro — das gibt es in dieser Kombination kaum ein zweites Mal. Das Eleglide Mopride 2 ist ein solides E-Mountainbike für Wald- und Forstwege, das mit seinen 29-Zoll-Rädern Hindernisse gut überrollt und die nötige Reichweite für ausgedehnte Touren mitbringt. Für technische Singletrails fehlen dem Heckmotor die Traktion und der Federgabel die Einstellbarkeit. Als reines Offroad-Spaßgerät für Forstwege und leichte Trails triffst du hier eine gute Wahl — als Alltagsrad ohne Nachrüstung nicht.

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