ECORUSH R3 E-Mountainbike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum ECORUSH R3 E-Mountainbike
Eine UVP von 3.500 Euro, ein aktueller Straßenpreis im Budget-Segment unter 1.500 Euro — beim ECORUSH R3 klingt das nach einem unschlagbaren Deal. Doch was steckt wirklich hinter dem Preis? Wir schauen uns das Elektrofahrrad mit den fetten Reifen genauer an.
Heckmotor mit 960 Wh: Reichweite satt, aber kein Kletterkünstler
Der Hecknabenmotor arbeitet mit einem 48-Volt-System und einem üppigen 960-Wh-Akku — das ist doppelt so viel Kapazität wie bei den meisten Pedelecs in dieser Preisklasse. In der Praxis bedeutet das: 60 bis 120 km realistische Reichweite, je nach Unterstützungsstufe und Gelände. Für ausgedehnte Tagestouren musst du dir um die Reichweite keine Sorgen machen. Allerdings sitzt der Motor im Hinterrad statt zentral am Tretlager. Das Tretgefühl ist dadurch weniger natürlich als bei einem Mittelmotor, und an steilen Anstiegen fehlt die direkte Kraftübertragung auf die Kette — der Heckmotor schiebt eher, als dass er mit dir tritt.
Fat Tires auf 26 Zoll: Komfort ja, Gewicht nein
Die 26×4.0-Zoll-Fat-Tires rollen über Schotter, Sand und Waldwege, als wären es Radwege. Der breite Reifen ersetzt quasi eine Federung — Unebenheiten schluckt er einfach weg. Die Kehrseite: Das ECORUSH R3 bringt 36 kg auf die Waage. Beim Fahren fällt das dank Motorunterstützung kaum auf, aber beim Tragen in den Keller wird es zum echten Kraftakt. Dazu kommt das zulässige Gesamtgewicht (also Bike plus Fahrer plus Gepäck) von nur 120 kg — wer selbst über 80 kg wiegt, hat kaum noch Spielraum für einen Rucksack. Die mechanischen Scheibenbremsen verzögern ordentlich bei trockenem Wetter, lassen sich aber nicht so fein dosieren wie hydraulische Bremsen. Bei langen Abfahrten mit dem schweren Bike wirst du die Grenzen spüren.
Ausstattung: Offroad-Spaß ohne Straßenzulassung
Die Shimano-7-Gang-Kettenschaltung ist für flaches bis leicht hügeliges Gelände ausreichend, am steileren Berg fehlt aber ein kleiner Gang. Der Wave-Rahmen ermöglicht einen tiefen Einstieg — ungewöhnlich für ein MTB, aber praktisch beim Auf- und Absteigen. Wichtig: Das R3 hat weder Beleuchtung noch Schutzbleche oder Gepäckträger und ist nicht StVZO-konform. Für den Weg zur Arbeit brauchst du also nachrüstbare Lichter. Der Akku sitzt am Gepäckträger-Bereich und lässt sich extern laden, aber ein separates Schloss ist immer nötig, da kein Rahmenschloss verbaut ist.
ECORUSH R3 vs. Agon Alpha und Tretwerk Commander Plus
Das Agon Alpha kostet rund 40 Euro weniger, setzt aber auf ein völlig anderes Konzept: 27,5-Zoll-Räder statt Fat Tires, integrierter Rahmenakku mit 540 Wh und hydraulische Shimano-MT200-Bremsen. Wer ein klassisches Hardtail für Waldwege sucht und auf die Dämpfungseigenschaften der dicken Reifen verzichten kann, bekommt beim Agon das agilere Paket mit besseren Bremsen — allerdings nur halb so viel Akkukapazität. Das Tretwerk Commander Plus liegt rund 60 Euro über dem ECORUSH und bietet 29-Zoll-Laufräder mit Schwalbe Rapid Rob, 24 Gänge und ebenfalls hydraulische Scheibenbremsen. Wer viele Höhenmeter fährt und eine breitere Gangabstufung braucht, ist beim Commander Plus besser aufgehoben — dafür fehlt dort die Fettbereifung für weiches Gelände.
Unser Fazit zum ECORUSH R3
Der riesige 960-Wh-Akku ist das Alleinstellungsmerkmal des ECORUSH R3 — in dieser Preisklasse bietet kein Konkurrent auch nur annähernd diese Kapazität. Für entspannte Touren auf Feld- und Waldwegen, bei denen du einfach weit kommen willst, ist das eine echte Stärke. Die Fat Tires machen optisch und auf losem Untergrund Spaß, kosten dich aber 36 kg Gewicht und schränken das zulässige Gesamtgewicht spürbar ein. Wer vor allem im Gelände unterwegs sein will und Wert auf präzise Bremsen legt, sollte zu einem der Peer-Bikes mit hydraulischer Bremsanlage greifen.

Agon Alpha E-Mountainbike

Tretwerk Commander Plus E-Mountainbike
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