DERUIZ E‑Faltrad





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum DERUIZ E‑Faltrad
Kann ein Faltrad mit 20-Zoll-Rädern und breiten Reifen wirklich Stadtverkehr und leichtes Gelände gleichzeitig abdecken? Das DERUIZ E-Faltrad sagt ja — und bringt dafür hydraulische Scheibenbremsen, einen 55-Nm-Heckmotor und 500-Wh-Akku mit. Im ElektroRad-Test erhielt das Schwestermodell Peridot die Note „Gut“ (2,0), besonders gelobt wurden Fahrkomfort und Geländetauglichkeit. Die UVP liegt bei 3.398 Euro — im Einstiegs-Mittelklasse-Segment ist das Kompakt-Pedelec aktuell deutlich günstiger zu haben.
55-Nm-Heckmotor: Schwungvoll, aber kein Bergsteiger
Der DERUIZ AKM-Heckmotor arbeitet mit 48-Volt-Technik und liefert 55 Nm Drehmoment. Auf ebenen Strecken und moderaten Steigungen schiebt er gleichmäßig und leise an. Die 8-Gang-Shimano-Altus-Kettenschaltung bietet deutlich mehr Bandbreite als die bei Kompakträdern üblichen 3 oder 7 Gänge — bergauf schaltest du kleiner und hältst eine sinnvolle Trittfrequenz (also die Pedalumdrehungen pro Minute, idealerweise 60–80). An steilen Rampen über 10 % fehlt dem Nabenmotor aber der mechanische Vorteil eines Mittelmotors, der über die Gangschaltung zusätzlich übersetzen kann. Im Stadtverkehr und auf Radwegen spielt das keine Rolle — hier überzeugt der direkte, ruckfreie Antritt.
500 Wh bei 48 Volt — alltagstauglich, aber keine Marathondistanz
Der 500-Wh-Akku sitzt integriert im Rahmen, ist entnehmbar und lädt in etwa 5 Stunden vollständig auf. Realistisch kommst du damit 45 bis 80 km weit — abhängig von Unterstützungsstufe, Reifendruck und Steigungsprofil. Für den täglichen Arbeitsweg unter 15 km pro Strecke reicht das locker für drei bis vier Tage. Für Tagestouren über 60 km wird es aber knapp, besonders wenn du häufig in hohen Unterstützungsstufen fährst. Im Vergleich zu Falträdern der gleichen Preisklasse ist 500 Wh ein ordentlicher Wert — viele Konkurrenten liegen bei 400 Wh oder darunter.
Ausstattung: Überraschend komplett für ein Faltrad
Das Elektrofahrrad kommt mit hydraulischen Scheibenbremsen (180 mm vorne und hinten), StVZO-konformer LED-Beleuchtung mit 100 Lux Frontlicht und sogar Bremslicht — das ist im Kompaktsegment selten. Schutzbleche, Gepäckträger und Seitenständer sind ab Werk montiert. Die 20×3.0-Zoll-Reifen von Chaoyang (sogenannte Semi-Fat-Reifen) schlucken Bordsteinkanten und Kopfsteinpflaster gut, rollen dafür aber schwerer als schmale City-Bereifung. Mit 27,7 kg ist das Faltrad kein Fliegengewicht — beim Tragen in den Keller oder die Bahn spürst du jedes Kilo. Das zulässige Gesamtgewicht von 155 kg lässt auch schwereren Fahrern noch Luft für Gepäck.
Alternativen im Vergleich: bergsteiger London und aktivelo E-Faltrad
Das bergsteiger London ist rund 230 Euro günstiger und fast 3 kg leichter, kommt aber mit schmalen 20×1.25-Reifen und nur mechanischen Scheibenbremsen — Fahrkomfort auf schlechten Wegen ist deutlich eingeschränkter. Wer ein kompakteres Stadtrad sucht und auf Geländetauglichkeit verzichtet, fährt damit günstiger. Das aktivelo E-Faltrad ist rund 300 Euro günstiger und bringt einen Mittelmotor mit beeindruckenden 80 Nm — dafür nur 374 Wh Akku und Felgenbremsen. Wer bergiges Terrain hat und mit kürzerer Reichweite leben kann, bekommt dort mehr Antriebskraft pro Euro.
Fazit: Vielseitiges Kompaktrad mit Gewichtskompromiss
Das DERUIZ E-Faltrad überzeugt mit seiner Kombination aus hydraulischen Bremsen, komfortabler Bereifung und ordentlicher Akkukapazität — Eigenschaften, die du bei Falträdern unter 2.000 Euro selten zusammen findest. Die Geländetauglichkeit durch die breiten Reifen und die Federgabel mit 60 mm Federweg erweitert den Einsatzbereich über reine Stadtfahrten hinaus. Der Kompromiss liegt beim Gewicht: 27,7 kg sind für ein Faltrad viel, und die Handhabung beim Zusammenklappen und Tragen leidet darunter. Wer das Rad regelmäßig im ÖPNV mitnehmen will, sollte vorher testen, ob das Handling für den eigenen Alltag passt.

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