Cube Stereo Hybrid ONE22 SLX 800 2026

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Cube Stereo Hybrid ONE22 SLX 800 2026
Produktcheck von Alexander Haselhoff · zuletzt geprüft am 18. April 2026
Reicht der Bosch CX mit 85 Nm für echte Trails mit 120 mm Federweg — oder ist das Cube Stereo Hybrid ONE22 SLX 800 nur ein Fully-Cruiser ohne ernsthaften Trail-Anspruch? Wir haben Specs, Geometrie und Peripherie durchleuchtet und verraten dir, wo dieses E-MTB hingehört und wo nicht.
Bosch CX Gen5 — der Motor macht den Unterschied
Die 85 Nm und 250 Watt des Performance Line CX sind am oberen Ende dessen, was StVZO-konform erlaubt ist. Im Uphill zieht das Bike selbst steile, wurzelige Rampen ohne Luftholen hoch — der Drehmomentsensor reagiert präzise auf Pedalkraftspitzen statt nur auf Trittfrequenz. In der Praxis: Du trittst kräftig ans Hindernis, der Motor liefert sofort. Schiebehilfe ist Pflicht auf technischen Uphills, wo du absteigen musst. Wichtig: Das Stereo Hybrid ONE22 hat keine StVZO-Zulassung — es ist als reines Sport-Pedelec konzipiert, nicht für den Straßenalltag.
800 Wh PowerTube — Tagestour in den Bergen
Mit 800 Wh gehört der Akku zur Oberklasse. Realistisch kommst du auf 40 bis 70 km mit 1.500 bis 2.000 Höhenmetern — je nach Unterstützungsstufe, Fahrergewicht und Gelände. Für typische Feierabend-Runden von 25 bis 40 km reicht das locker zwei Runden. Hersteller-Reichweite 40-80 km ist konservativ kalkuliert und deckt sich mit Praxiswerten. Der Akku ist entnehmbar, im Unterrohr integriert und per Bosch Kiox 500 überwacht — ein vollfarbiges, trailtaugliches Display mit Karten-Funktion via Flow-App.
Fox 34 AWL und Shimano XT BR-M8120 — die richtigen Teile an den richtigen Stellen
Die Fox 34 Float AWL mit 120 mm Federweg ist E-Bike-spezifisch verstärkt — die Rail 2.0-Kartusche bietet Druckstufen-Einstellung für unterschiedliche Fahrstile. 34er-Standrohre sind der Sweet Spot für Trail-Bikes bis 130 mm: steifer als 32er, leichter als 36er. Die Shimano XT BR-M8120 4-Kolben-Bremsen mit 203/203 mm-Scheiben sind kompromisslos. Wichtig bei E-MTBs mit 26+ kg Gewicht: Große Scheiben verhindern Fading auf langen Abfahrten — mit 180er-Scheiben wäre das Stereo nach 500 Höhenmetern Downhill ausgereizt. Die Shimano XT 12-fach Kettenschaltung mit Deore-Schalthebel (Misch-Ausstattung) bietet die volle Bandbreite. Schwalbe Smart Sam 2.6 sind allerdings der Kompromiss: Ordentliche Allround-Pneus, aber auf nassen Wurzeln oder losem Schotter fehlt die Grip-Reserve, die ein Magic Mary oder Hans Dampf bieten. Wer regelmäßig Enduro-Terrain fährt, tauscht hier als erstes.
Die Alternativen
Das liegt rund 300 Euro darüber und spielt in einer anderen Liga: Carbon-Rahmen (23,4 kg statt 26,7 kg), RockShox Lyrik 160 mm Federweg, SRAM AXS Eagle 12-fach (elektronische Schaltung) und Magura MT5-Bremsen. Wer regelmäßig Alpen-Enduro oder Bikepark fährt, bekommt hier mehr Federweg und mehr Progression. Das Cube ist eher das Trail-Bike, das Allmtn CF 9 das Enduro. Das Haibike Hybe CF 9 geht mit 170 mm RockShox ZEB Select noch einen Schritt weiter in Richtung Bikepark — aber mit nur 150 mm absenkbarer Sattelstütze limitiert (laut E-MOUNTAINBIKE Magazin). Für reine Trail-Runden ohne Park-Ambitionen bleibt das Cube die günstigere Wahl.
Unsere Einschätzung
Das Stereo Hybrid ONE22 ist ein Trail-Fully für Einsteiger und ambitionierte Tourenfahrer, die einen bewährten Bosch-Antrieb mit Fox-Fahrwerk und 800 Wh Akku wollen — ohne Carbon-Preisaufschlag. Ja, wenn du Waldautobahnen, Flowtrails und moderate Trails fährst. Nein bei harten Enduro-Linien: Da ist der Federweg zu knapp und die Smart Sam-Bereifung zu zahm. Ebenfalls nein als Alltagsrad — keine Schutzbleche, kein Gepäckträger, kein Licht, kein Ständer. Reines Sport-Gerät.
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