Cube Reaction Hybrid SLT 750

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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Cube Reaction Hybrid SLT 750
Reicht ein Hardtail mit 120 mm Federweg für leichte Trails, Forststraßen und Alpencross — oder muss es ein Fully sein? Das Cube Reaction Hybrid SLT 750 beantwortet diese Frage mit einer klaren Ansage: Bosch CX, 750 Wh, Fox 34 Float AWL und Shimano Deore XT rundherum. Die Ausstattung ist deutlich besser, als du es bei einem E-Hardtail in der Preisklasse unter 3.000 Euro sonst findest — die UVP lag bei 4.399 Euro.
Bosch CX — 85 Nm für Touren mit ordentlichem Vortrieb
Der Performance Line CX (Bosch-Mittelmotor mit 85 Nm) ist der bewährte Standard für E-MTBs. An Steigungen bis 15 % liefert er durchgehend Unterstützung ohne spürbares Abfallen, auf Trails mit losem Untergrund regelt die Motorsteuerung feinfühlig zwischen Grip und Vortrieb. Die Schiebehilfe hilft beim Überwinden von Stufen oder Tragepassagen. Kein ABS — bei nassem Laub auf Wurzelpassagen kann das Vorderrad schneller blockieren, hier hilft nur dosiertes Bremsen.
750 Wh Akku — 45 bis 90 km realistisch
Der Bosch PowerTube 750 bietet laut Hersteller 45 bis 90 km Reichweite. In der Praxis bedeutet das: 1.500 Höhenmeter im Tour-Modus sind machbar, 2.000+ Höhenmeter im EMTB-Modus werden knapp. Der Akku ist im Unterrohr integriert und entnehmbar — gut zum Laden in der Wohnung, wenn kein Keller-Strom verfügbar ist. Das Kiox 300-Display bietet Bluetooth und eBike Flow App-Anbindung für Navigation und Fahrtstatistik.
Ausstattung: Shimano XT rundherum — das ist selten
Die komplette Shimano Deore XT 12-fach-Schaltung ist das Highlight: Präzise Schaltvorgänge, haltbare Kassette (10-51T Bandbreite) und die passenden XT BR-M8120 4-Kolben-Bremsen mit 203er-Scheiben. Bei langen Alpenabfahrten mit Gepäck bleibt die Bremskraft konstant — Fading (nachlassende Bremsleistung durch Hitze) tritt deutlich später auf als bei Zweikolben-Einstiegsbremsen. Die Fox 34 Float AWL mit 120 mm Federweg ist für Hardtail-Verhältnisse eine erstklassige Gabel mit Luftfeder und Zweistufen-Lockout. Schwachpunkt laut BIKE Magazin: keine Teleskop-Sattelstütze (absenkbare Sattelstütze für Abfahrten) — für gelegentliche Trails okay, bei häufigem Singletrack-Einsatz ein Nachrüstkandidiat. Schwalbe Smart Sam in 66 mm sind Allround-Reifen mit mäßigem Grip im groben Gelände — wer regelmäßig wurzlige Trails fährt, wechselt auf Nobby Nic oder Hans Dampf.
Vergleich: Hardtail vs. Fully in der gleichen Preisklasse
Das liegt in der Mittelklasse um 2.600 Euro rund 400 Euro unter dem Cube und wiegt mit 21,4 kg fast 4 kg weniger — das merkst du beim Tragen, Rangieren und leichtem Trailfahren. Der Shimano EP600 RS bietet aber nur 60 Nm (statt 85 Nm beim Cube), und der 540-Wh-Akku limitiert lange Touren. Die Shimano-BR-MT201-2-Kolben-Bremsen sind laut emtb-test.com ein Schwachpunkt. Wer leichtfüßiges Handling über Power stellt, nimmt das Orbea. Das kostet im oberen Mittelklasse-Segment um 3.600 Euro rund 600 Euro mehr — bietet dafür aber ein echtes Fully mit 160 mm Federweg statt Hardtail. Das BIKE Magazin nannte es „gelungener Sweetspot zwischen Komfort, Fahrstabilität und Wendigkeit“, kritisierte aber 25,97 kg Gewicht und 600-Wh-Akku im Testbike. Wer Trails ernsthaft fahren will: Focus. Wer Tourenrad mit Hardtail-Direktheit will: Cube.
Unsere Einschätzung
Das Reaction Hybrid SLT 750 ist das Hardtail für den Fahrer, der Schottertouren, leichte Trails und gelegentliche Alpencross-Ambitionen hat — und Wert auf Shimano XT rundherum legt. Für technische Singletrails mit Sprüngen und Drops fehlt der Hinterbau, hier lohnt sich der Aufpreis zum Fully. Für Forstwege, Radtouren mit Trail-Einlagen und die Pendelstrecke ist das Cube eine klare Empfehlung. Bei Gelegenheit eine Teleskop-Sattelstütze nachrüsten — dann steht einem 2.000-Höhenmeter-Tag nichts im Weg.
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