Bulls LT Performance 27 E-Mountainbike


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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Bulls LT Performance 27 E-Mountainbike
75 statt 85 Nm — das Bulls LT Performance 27 kommt mit dem Bosch Performance Line statt dem stärkeren CX, und genau das schreckt viele Käufer erstmal ab. Aber braucht wirklich jeder den stärksten Motor? Für Touren im Flachland und hügeliger Landschaft reichen 75 Nm in den meisten Fällen völlig aus, und du sparst beim aktuellen Preis deutlich gegenüber der UVP von 3.099 Euro — das Bike ist derzeit fast zur Hälfte des Originalpreises zu haben.
Bosch Performance Line — der leisere Bruder des CX
Der Bosch Performance Line Smart System liefert 75 Nm Drehmoment. Das ist weniger als beim CX (85 Nm), reicht aber für Steigungen bis etwa 10–12 % ohne Probleme. Erst bei steileren Rampen oder niedrigen Trittfrequenzen spürst du den Unterschied zum CX — der Performance Line braucht dann mehr eigene Beinarbeit. Der Vorteil: Der Motor arbeitet etwas leiser und verbraucht bei moderater Unterstützung weniger Akkukapazität, was die Reichweite verlängert. Wie beim CX hast du über das Smart System Zugang zur Bosch Flow App für individuelle Anpassungen.
545 Wh — genug für Halbtagestouren
Identisch zum Schwestermodell sitzt ein Bosch PowerPack mit 545 Wh extern am Rahmen. Die realistische Reichweite liegt bei 38 bis 87 km. Durch den etwas sparsameren Performance-Line-Motor holst du bei gleicher Fahrweise tendenziell mehr Kilometer aus einer Ladung als mit dem CX. Für Tagestouren über 70 km im hügeligen Gelände solltest du trotzdem sparsam mit der Unterstützung umgehen. Der externe Akku lässt sich unkompliziert zum Laden entnehmen.
Rahmen und Komponenten im Überblick
Die SR Suntour XCE-28 ist eine einfachere Federgabel als die XCM am CX-Schwestermodell — 100 mm Federweg, aber ohne hydraulische Lockout-Funktion und mit spürbar weniger Dämpfungsqualität auf ruppigen Wegen. Auf Schotter und leichten Waldwegen erledigt sie ihren Job, für Wurzelpassagen und Stufen fehlt das Ansprechverhalten. Die Tektro HD-M275 Scheibenbremsen mit 180/160 mm bremsen für den Alltagseinsatz ausreichend, bei langen Gefällen mit Tempo merkst du als 2-Kolben-Bremse (zwei statt vier Bremskolben pro Sattel) die Grenzen. Shimano Acera mit 8 Gängen — zuverlässig, aber mit begrenzter Spreizung an steileren Anstiegen.
LT Performance 27 vs. DERUIZ Trekkingrad und AsVIVA B14
Das DERUIZ Trekkingrad liegt preislich auf dem gleichen Niveau und bringt einen größeren Akku (644 Wh), Gepäckträger, Schutzbleche und StVZO-Zulassung mit — ist also das alltagstauglichere Paket. Allerdings setzt das DERUIZ auf einen Heckmotor, der auf losem Untergrund weniger Traktion bietet als der Bosch-Mittelmotor im Bulls. Wer das Bike auch abseits befestigter Wege bewegen will, profitiert vom Mittelmotor. Das AsVIVA B14 kostet rund 200 Euro mehr, bietet dafür 100 Nm und 630 Wh — klingt nach mehr, kommt aber als Nabenschaltungs-Tourenrad mit 29 kg Gewicht. Für Offroad-Einsatz ist das Bulls die bessere Wahl.
Unser Fazit zum Bulls LT Performance 27
Dieses Pedelec ist die ehrliche Budget-Option für Einsteiger, die den Bosch-Markennamen und die Smart-System-Integration wollen, ohne den Aufpreis für den CX-Motor zu zahlen. Die 75 Nm genügen für Wald- und Feldwege im Mittelgebirge. Die Gabel ist der größte Kompromiss — wer öfter auf anspruchsvolleren Pfaden unterwegs ist, wird hier als Erstes nachrüsten wollen. Im Segment unter 2.000 Euro bekommst du selten einen Bosch-Mittelmotor in einem echten MTB-Rahmen, und das macht das LT Performance 27 zu einem interessanten Einstieg ins Elektro-Mountainbiken.

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