aktivelo E-Faltrad





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum aktivelo E-Faltrad
Ein Faltrad mit Mittelmotor und 80 Nm für unter 1.500 Euro — klingt nach einem Preisfehler? Ist es nicht. Das aktivelo E-Faltrad mit Ananda-Mittelmotor bietet ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das in der Kompaktrad-Klasse seinesgleichen sucht. Die UVP liegt bei 1.999 Euro, aktuell bekommst du es deutlich darunter. Dafür gibt es echte Mittelmotor-Power im Faltformat — aber auch ein paar Kompromisse, die du kennen solltest.
Ananda Mittelmotor mit 80 Nm — Power-Überraschung
80 Nm Drehmoment in einem Faltrad — das ist ungewöhnlich viel. Die meisten Kompakträder arbeiten mit Heckmotoren zwischen 30 und 55 Nm. Der Ananda-Mittelmotor sitzt am Tretlager und nutzt dadurch die Gangschaltung mit — ein entscheidender Vorteil gegenüber Nabenmotoren, besonders an Steigungen. In der Praxis bedeutet das: Hügel, die andere Falt-Pedelecs nur noch mit viel Eigenleistung schaffen, meistert das aktivelo souverän. Die 80 Nm reichen auch für steilere Anstiege bis 12 %, ohne dass du aus dem Sattel musst.
374 Wh — der Akku bremst den Motor
Hier liegt der Kompromiss: 374 Wh Akkukapazität sind für 80 Nm Motorleistung knapp bemessen. Wer den Motor häufig in hohen Stufen nutzt — und das verleiten die 80 Nm geradezu —, kommt realistisch auf 40 bis 55 km. Die Herstellerangabe von 70 bis 80 km erreichst du nur, wenn du überwiegend im Eco-Modus fährst, wo die 80 Nm kaum zum Tragen kommen. Der Akku sitzt auf dem Gepäckträger und ist entnehmbar. Die Gepäckträger-Position verlagert den Schwerpunkt nach hinten — bei einem 20-Zoll-Rad mit kurzem Radstand wird das Fahrverhalten bei hohem Tempo oder schnellen Richtungswechseln leicht nervös.
Shimano Nexus 7-Gang und Alltagsausstattung
Die Shimano Nexus 7-Gang-Nabenschaltung ist eine clevere Wahl zum Mittelmotor: wartungsarm, schaltet im Stand und bietet genug Bandbreite für Stadt und moderate Hügel. Im Vergleich zur Kettenschaltung vieler Konkurrenten sparst du dir das regelmäßige Reinigen und Nachstellen. Felgenbremsen sind allerdings auch hier der Schwachpunkt — bei Regen verlängert sich der Bremsweg spürbar, und mit einem kräftigen 80-Nm-Motor hätte das Elektrofahrrad Scheibenbremsen verdient. Schutzbleche, Gepäckträger, LED-Beleuchtung und Seitenständer sind ab Werk dabei, ein USB-Anschluss am Display zum Laden des Smartphones ist ein nettes Extra. Ein Kettenschutz fehlt komplett. Kein Rahmenschloss — separates Schloss ist Pflicht.
aktivelo Mittelmotor vs. DERUIZ E-Faltrad vs. bergsteiger London
Das DERUIZ E-Faltrad kostet rund 300 Euro mehr, hat mit 55 Nm weniger Drehmoment, dafür aber einen 500-Wh-Akku, hydraulische Bremsen und 3-Zoll-Breitreifen für mehr Komfort. Im Test von ElektroRad/Radfahren erhielt es die Note Gut (2,0). Wer Bremsqualität und Akkuausdauer über Motorstärke stellt, greift zum DERUIZ. Das bergsteiger London liegt rund 70 Euro über dem aktivelo, bietet aber nur 45 Nm Heckmotor statt 80 Nm Mittelmotor — der Leistungsunterschied am Berg ist enorm. Dafür bringt das London einen größeren 468-Wh-Akku und ist mit 25 kg etwas leichter. Für flache Pendlerstrecken mit Reichweitenbedarf ist das London passender, für hügeliges Terrain das aktivelo.
Unser Fazit zum aktivelo E-Faltrad mit Mittelmotor
80 Nm Mittelmotor in einem Faltrad unter 1.500 Euro — das allein macht das aktivelo zum Ausnahmefall in seiner Klasse. Die Shimano Nexus 7-Gang ergänzt den Antrieb sinnvoll. Der 374-Wh-Akku bremst die Langstreckentauglichkeit aber spürbar, und die Felgenbremsen passen nicht zur Motorleistung. Als Pendlerrad für hügeliges Terrain auf Strecken bis 30 km ist dieses Kompaktrad ein starkes Angebot — für Touren über 50 km oder Ganzjahres-Regenfahrer fehlen Akku und Bremspower.

DERUIZ E‑Faltrad

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