Adore GTR-770 Trekking E-Bike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Adore GTR-770 Trekking E-Bike
18,5 kg für ein Trekking-E-Bike mit Vollausstattung — das Adore GTR-770 gehört zu den leichtesten Elektrofahrrädern in seiner Preisklasse. Wo viele Pedelecs unter 2.000 Euro die 25-kg-Marke knacken, bleibt das GTR-770 deutlich darunter. Das Geheimnis: Eine Aluminium-Starrgabel statt Federgabel, ein kompakter VINKA-Heckmotor und ein bewusst kleiner 353-Wh-Akku. Ob sich diese Kompromisse lohnen, hängt davon ab, wie du fährst.
VINKA-Heckmotor — 35 Nm für flaches Terrain
Der VINKA RH60i ist ein leichter Hecknabenmotor mit nur 35 Nm Drehmoment — das ist deutlich weniger als bei den meisten Trekking-Konkurrenten und reicht für flache Strecken und sanfte Steigungen bis etwa 4–5 %. An Brückenrampen oder hügeligen Pendlerstrecken spürst du, dass der Motor früh an seine Grenzen kommt und du deutlich mehr Eigenleistung einbringen musst. Der Vorteil: Mit nur 35 Nm zieht der Motor weniger Strom, was den kleinen Akku etwas entlastet. Das Tretgefühl eines Heckmotors (bei dem die Kraft direkt am Hinterrad statt über die Kette angreift) ist weniger natürlich als bei einem Mittelmotor, dafür ist die Konstruktion einfacher und wartungsärmer.
353 Wh — kurzer Atem auf langen Strecken
Der entnehmbare 353-Wh-Akku ist der kleinste in diesem Vergleich und liefert realistisch 35 bis 55 km Reichweite im Alltagsbetrieb. Für Pendelstrecken bis 12 km pro Richtung reicht das, auf Tagestouren über 60 km wird es ohne Nachladen knapp. Wer den Motor sparsam nutzt und auf den höchsten Stufen verzichtet, kann die Reichweite strecken — aber dann stellt sich die Frage, ob du den E-Antrieb überhaupt brauchst.
Sportliche Ausstattung mit Lücken
Die CST Gravel-Bereifung in 700x40c signalisiert: Dieses Trekkingrad ist sportlicher ausgelegt als ein klassisches Stadtrad. Die Aluminium-Starrgabel spart Gewicht, überträgt aber jede Unebenheit ungefiltert in die Arme — auf langen Strecken mit schlechtem Belag wird das ermüdend. Die Tektro HD-M275 sind hydraulische Scheibenbremsen mit solider Bremsleistung im Alltag. Auffällig: Kein Seitenständer ab Werk — du musst nachrüsten. Die Shimano-8-Gang-Kettenschaltung bietet eine sportlich ausgelegte Gangabstufung, die zum Charakter des Bikes passt.
Adore GTR-770 vs. Prophete Urbanicer 3.8 und Zündapp Z810
Das Prophete Urbanicer 3.8 kostet rund 20 Euro mehr, ist aber ein völlig anderes Konzept: Kompaktrad mit 20-Zoll-Rädern, AEG-Mittelmotor (70 Nm) und Nabenschaltung. Wer maximale Kompaktheit und Kraftreserven am Berg sucht, greift zum Prophete — wer ein leichtes, sportliches 28-Zoll-Rad will, zum Adore. Das Zündapp Z810 kostet rund 100 Euro weniger, bringt dafür aber einen 550-Wh-Akku und damit deutlich mehr Reichweite. Mit 26,5 kg wiegt es allerdings 8 kg mehr als das Adore, und der Ananda-Heckmotor liefert 50 Nm statt 35 — ein handfestes Upgrade an Steigungen. Wer Gewicht priorisiert, nimmt das Adore; wer Reichweite und Bergkraft braucht, das Zündapp.
Unser Fazit zum Adore GTR-770
Das Adore GTR-770 ist ein leichtes, sportliches Trekking-Pedelec für Fahrer, die ein wendiges Bike für flache Pendelstrecken und schnelle Stadtfahrten suchen. Die 18,5 kg machen es zum Leichtgewicht in seiner Klasse, der VINKA-Heckmotor unterstützt dezent, aber kraftarm. Wer hügeliges Terrain fährt oder Tagestouren über 50 km plant, stößt bei Motor und Akku schnell an Grenzen. Als sportliches Stadtrad für kurze bis mittlere Strecken mit Gravel-Optik trifft es aber eine Nische, die kaum ein anderes E-Bike in dieser Preisklasse bedient.

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