Adore ATX-390 Trekking E-Bike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Adore ATX-390 Trekking E-Bike
Mittelmotor und hydraulische Scheibenbremsen unter 2.000 Euro — geht das ohne Haken? Das Adore ATX-390 verspricht genau das: Einen VINKA-Mittelmotor mit 85 Nm, Shimano-Hydraulikbremsen und einen im Unterrohr integrierten 540-Wh-Akku. In dieser Preisklasse ist das ungewöhnlich viel Ausstattung. Aber wie gut ist ein VINKA-Antrieb wirklich im Vergleich zu Bosch oder Shimano, und wo liegen die Kompromisse?
VINKA C20 mit 85 Nm — kräftig, aber unbekannt
Der VINKA C20 ist ein Mittelmotor (also am Tretlager montiert, nicht in der Nabe), der mit 85 Nm Drehmoment auf dem Papier mit einem Bosch Performance Line CX mithalten kann. In der Praxis bedeutet das: Steigungen bis 12 % sollten kein Problem sein, auch mit Gepäck auf dem Träger. Allerdings ist VINKA ein relativ junger Motorenhersteller aus China — Langzeiterfahrungen zu Haltbarkeit und Serviceabdeckung in Deutschland fehlen noch. Wenn nach drei Jahren ein Ersatzteil gebraucht wird, könnte es komplizierter werden als bei Bosch oder Shimano. Das Ansprechverhalten über die fünf Unterstützungsstufen ist laut Datenblatt stufenlos, was ein natürliches Fahrgefühl verspricht.
540 Wh im Unterrohr: Solide Tourenreichweite
Der integrierte 540-Wh-Akku sitzt unsichtbar im Unterrohr und senkt den Schwerpunkt — das Rad liegt dadurch stabiler in Kurven als Modelle mit Gepäckträger-Akku. Realistisch erreichst du 54–80 km, abhängig von Unterstützungsstufe und Terrain. Für Pendler mit 20 km Arbeitsweg reicht eine Ladung entspannt für Hin- und Rückfahrt plus Reserve. Auf Tagestouren über 80 km wird es allerdings eng — eine Ladepause am Café gehört dann zur Routenplanung. Schnellladung gibt es nicht, eine Vollladung dauert etwa 4–5 Stunden.
Komponenten: Shimano-Bremsen, SR-Suntour-Gabel, Bluetooth-Display
Die Shimano MT-200 sind hydraulische 2-Kolben-Scheibenbremsen — für Flachland und moderate Abfahrten absolut ausreichend, bei langen Gefällestrecken mit Gepäck kann aber Fading auftreten (die Bremsleistung lässt durch Hitze nach). Die SR Suntour NVX 30 Federgabel bietet 100 mm Federweg und schluckt Schlaglöcher auf Feldwegen gut, ist als Stahlfedergabel aber nicht auf dein Gewicht abstimmbar. Positiv: Das VINKA-Display hat Bluetooth und USB-Ladebuchse — du kannst das Smartphone koppeln und unterwegs laden. Mit 28 kg ist das Pedelec allerdings kein Leichtgewicht, im dritten Stock ohne Aufzug wird das zum täglichen Kraftakt. Die Shimano-Cues-Kettenschaltung mit 9 Gängen muss regelmäßig gepflegt werden — alle 2.000–3.000 km Kette reinigen und schmieren.
ATX-390 vs. Prophete Geniesser 4.0 vs. DERUIZ Peridot Comfort
Das Prophete Geniesser 4.0 kostet rund 200 Euro weniger, bietet dafür einen etablierten AEG-Mittelmotor mit 70 Nm und eine elektronische Shimano-Nexus-7-Nabenschaltung. Der Motor ist schwächer, aber der AEG ComfortDrive ist seit Jahren bewährt und im ElektroRad-Test mit Note 1,6 bewertet. Wer Wartungsarmut über Kraft stellt, fährt mit dem Prophete besser. Das DERUIZ Peridot Comfort liegt rund 250 Euro unter dem ATX-390, ist aber ein faltbares 20-Zoll-Kompaktrad mit Heckmotor — ein völlig anderes Konzept. Wer ein vollwertiges 28-Zoll-Trekkingbike will, vergleicht besser mit dem Prophete.
Unser Fazit zum Adore ATX-390
Das ATX-390 sticht in seiner Preisklasse durch die Kombination aus 85-Nm-Mittelmotor, integriertem 540-Wh-Akku und hydraulischen Bremsen heraus. Die UVP von 3.339 Euro wirkt optimistisch — zum aktuellen Straßenpreis ist das Preis-Leistungs-Verhältnis aber stark. Das Fragezeichen bleibt der VINKA-Motor: Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zum Prophete mit AEG-Antrieb. Wer die rohe Leistung der 85 Nm braucht — etwa für hügelige Pendelstrecken mit Gepäck —, bekommt beim ATX-390 mehr Drehmoment als bei fast allen Elektrofahrrädern in diesem Preissegment.

Prophete Geniesser 4.0 Trekking E-Bike

DERUIZ Peridot Comfort – Trekking E-Bike
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