Adore 27 E-Mountainbike





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Hinweis: Wir haben dieses Produkt nicht selbst getestet.
Unsere Einschätzung zum Adore 27 E-Mountainbike
Ein Mittelmotor mit 80 Nm, Shimano-Cues-Schaltung mit 11 Gängen und 120 mm Federweg — das klingt nach deutlich mehr, als du in der Einstiegs-Mittelklasse üblicherweise bekommst. Das Adore 27 E-Mountainbike packt auf dem Papier viel Technik in einen günstigen Rahmen. Die UVP liegt bei über 3.100 Euro, aktuell ist das Bike weit darunter zu haben.
VINKA-Mittelmotor mit 80 Nm: Wo steht er?
Der VINKA C20 ist kein Bosch oder Shimano, sondern ein chinesischer OEM-Motor — das muss aber kein Nachteil sein. 80 Nm Drehmoment reichen für steile Waldanstiege und technischere Passagen, bei denen schwächere Motoren aufgeben. Fünf Unterstützungsstufen und Schiebehilfe sind an Bord. Was du nicht bekommst: die ausgefeilte Sensorik und das butterweiche Ansprechverhalten eines Bosch CX oder Shimano EP8. In der Praxis bedeutet das, dass die Motorunterstützung etwas abrupter ein- und aussetzt, was auf technischen Trails spürbar wird.
540 Wh: Reicht das für eine Tagestour?
Der CLOUDPOWER-Akku mit 540 Wh sitzt integriert im Unterrohr und ist entnehmbar. Realistisch kommst du damit im Gelände 30–50 km weit, auf flachen Waldwegen mit Eco-Modus vielleicht 55 km. Die Herstellerangabe von 65 km gilt für optimale Bedingungen. Für eine ausgedehnte Mountainbike-Tour mit viel Höhenmetern solltest du also mit 35–40 km rechnen — das reicht für eine Halbtagsrunde, eine volle Tagestour wird knapp.
Fahrwerk und Bremsen: Solide Basis mit Schwachpunkt
Die SR Suntour XCM 30 mit 120 mm Federweg ist eine Stahlfeder-Gabel (nicht auf dein Körpergewicht abstimmbar, anders als Luftfedergabeln). Für Wald- und Schotterwege reicht sie aus, auf ruppigeren Trails mit Wurzeln und Stufen wirst du die fehlende Feinabstimmung merken. Die Shimano MT200 ist eine 2-Kolben-Einsteigerbremse mit 160-mm-Scheiben vorne und hinten — bei kurzen Bremsmanövern funktioniert sie tadellos, bei langen Abfahrten mit Gefälle kann Fading auftreten, also ein spürbarer Bremskraftverlust durch Überhitzung. Keine Beleuchtung, keine Schutzbleche — das Pedelec ist nicht straßenzugelassen und braucht Nachrüstung für den Weg zur Arbeit.
Adore 27 vs. DERUIZ Trekkingrad und AsVIVA B14
Das DERUIZ Trekkingrad kostet rund 200 Euro weniger, bringt dafür nur 55 Nm Heckmotor statt 80 Nm Mittelmotor mit — dafür aber Beleuchtung, Schutzbleche und StVZO-Zulassung. Wer das E-Bike hauptsächlich für Alltagswege plus gelegentliche Waldtouren nutzen will, fährt mit dem DERUIZ praktischer. Das AsVIVA B14 liegt preislich gleichauf und trumpft mit 100 Nm Ananda-Mittelmotor und 630-Wh-LG-Akku auf — allerdings mit Nabenschaltung und Straßenreifen, also eher Tourenrad als Mountainbike. Wer echten Offroad-Antrieb mit Kettenschaltung will, hat beim Adore 27 den passenderen Kompromiss.
Für wen macht das Adore 27 Sinn?
Das Adore 27 bietet in seiner Preisklasse ungewöhnlich viel Motorleistung und Federweg. Wer Waldwege und leichte Trails fahren will und auf Markenkomponenten bei Motor und Akku verzichten kann, bekommt hier viel Elektrofahrrad fürs Geld. Die Schwächen bei Bremsen und Gabel begrenzen den Einsatzbereich auf moderates Gelände — für aggressive Trail-Fahrten reicht die Ausstattung nicht.

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